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PCs: Lenovo drängt auch in Europa an die Spitze

07/07/2014

Computerbauer macht Jagd auf HP – Konzern bereitet Markteinstieg bei Smartphones vor

Aymar München. Der chinesische Computerhersteller Lenovo drängt auch auf dem europäischen PC-Markt an die Spitze: „Wir wollen in der Region EMEA, also in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika mittelfristig die Nummer 1 werden“, sagte Lenovos EMEA-Chef Aymar de Lencquesaing gegenüber dieser Zeitung. Nach Daten des US-Marktforschungsunternehmens Gartner war Lenovo in EMEA zum Jahresauftakt die Nummer 2 hinter Hewlett-Packard. Doch weltweit haben die Chinesen den US-Wettbewerber im PC-Markt bereits von der Spitze verdrängt. Das will Lenovo nun auch in Europa schaffen.

Allerdings ist der Weg weit. Nach Daten des US-Marktforschers Gartner kam Lenovo von Januar bis März im PC-Markt in EMEA auf einen Marktanteil von 15,2 Prozent, HP dagegen auf 19,9 Prozent. Lenovo hat seine Stärken traditionell im Geschäft mit Unternehmenskunden, feiert seit einiger Zeit aber auch im Endkundengeschäft Erfolge. Diesen Weg will der Konzern fortsetzen.

Neben dem Geschäft mit PCs und Mobilrechnern will Lenovo zudem bei Tablets weiter kräftig wachsen: Bei den mobilen Rechnern mit berührungsempfindlichen Displays wolle man in EMEA „auf absehbare Zeit auf Rang 3 vorrücken“, sagte Aymar.

Bei Smartphones steht der Konzern ohnehin vor einem Schub. Die Chinesen hatten im Januar angekündigt, von Google das Smartphone-Geschäft um Motorola zu übernehmen. Sollte der Deal von den Wettbewerbsbehörden genehmigt werden, wäre Lenovo praktisch über Nacht die Nummer 3 hinter Samsung und Apple. Eine Entscheidung der EU-Kommission dürfte nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen. Beobachtern zufolge dürften die Brüsseler Kartellwächter jedoch wohl kaum Einwände haben.

Aymar sagte, Lenovo wolle noch im laufenden Geschäftsjahr (30. März 2015) mit eigenen Smartphones auf den europäischen Markt kommen. Neben Deutschland und Großbritannien seien auch Frankreich, Italien und Spanien „interessante Märkte“. Derzeit prüfe der Konzern, ob man künftig auf eine Ein- oder Zwei-Marken-Strategie um Lenovo und Motorola setze. Die US-Marke scheint dabei jedoch gesetzt. Motorola stehe bei Endkunden immer noch für Technologie, Qualität und Langlebigkeit. Die Bekanntheitswerte seien immer noch „sehr hoch“. Es wäre „daher dumm, diese Marke nicht zu nutzen“, sagte Aymar.

 

 

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