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Preisvorteil Sony

16/08/2013

Videospielekonsolen » Im Duell mit Microsoft winkt den Japanern mit der PS4 zum Start ein wichtiger Etappensieg


München. Im Rennen um die Vorherrschaft auf dem Konsolenmarkt zwischen Sony und Microsoft könnten die Japaner in der nächsten Runde die Nase vorn haben. „Ich erwarte, dass Sony im nächsten Jahr mehr Einheiten seiner PS4 verkaufen wird als Microsoft von seiner neuen XboxOne“, sagte Analyst Michael Pachter von der US-Investmentbank Wedbush Morgan, im Vorfeld der größten europäischen Videospielemesse Gamescom (21. bis 25.8.) in Köln gegenüber Euro am Sonntag.

Nach Schätzungen des bekannten Branchenanalysten könnte Sony im kommenden Jahr weltweit bis zu zwölf Millionen PS4 absetzen. Von Microsofts Xbox One dürften 2014 laut Pachter rund zehn Millionen Geräte über die Ladentheken gehen. Zur Begründung verwies der Analyst auf den Preisunterschied: Die PS4 soll in Europa 399 Euro kosten, die XboxOne 499 Euro.

Hinzu kämen jeweils 2,5 bis drei Millionen Einheiten zum weltweiten Marktstart vor Weihnachten. Damit lägen die beiden Konsolen klar über den Absatzzahlen der aktuellen Generation. Microsoft kam 2006 – im ersten vollen Jahr nach der Premiere der Xbox360 – auf einen Absatz rund acht Millionen Geräte, Sony schaffte mit der 2006 präsentierten PS3 im darauffolgenden Jahr rund neun Millionen.

Die neue Konsolengeneration war im vergangenen Jahr von Nintendo eröffnet worden. Allerdings haben die Verkaufszahlen der Wii U bislang enttäuscht. So haben die Japaner etwa in Deutschland von der seit November verfügbaren HD-Konsole bislang gerade rund 150.000 Einheiten abgesetzt

Mit dem Start der Xbox One und der PS4 geht das Rennen nun in eine neue Runde. Der Hype ist enorm. Der Branchenverband erwartet für die Gamescom insgesamt über 275.000 Besucher. Das wäre neuer Rekord. Die Anbieter von Videospielen erhoffen sich von der neuen Konsolengeneration einen Wachstumsschub.

Auch Pachter erwartet eine Trendwende. Bei der Hardware werde die Dynamik wegen der Preise zwar zunächst gedämpft bleiben. Bei Spielen werde es aber deutliche Zuwächse geben: „Wir haben eine Kombination aus vergleichsweise niedrigen Vorjahreszahlen, starken neuen Spieletiteln und den Rückenwind von den neuen Konsolen“, sagte Pachter. Dies werde den  Softwareabsatz treiben und den Branchenriesen Activision, Electronic Arts und Ubisoft damit in die Hände spielen.

Der Markt für Videospiele hatte in den vergangenen anderthalb Jahren mit rückläufigen Umsatzzahlen zu kämpfen, weil sich viele Spieler wegen des bevorstehenden Konsolenwechsels zurückhielten. Dazu gewinnen neue Plattformen wie Tablet-Computer und Handys einen immer größeren Stellenwert. Hinzu kommt das neue Geschäftsmodell des Free-to-play im Internet. Dort kosten Spiele häufig nichts mehr. Für zusätzliche Gegenstände wie schnellere Autos oder zusätzliche Spielekarten müssen die Spieler aber extra zahlen.

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From → Börse, IT

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