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EADS vor weitreichendem Umbau

26/07/2013

Konzern will Rüstungs- und Raumfahrtsparte zusammenlegen. Damit hätte der Konzern künftig nur noch drei statt der bislang vier Divisionen

 

München. Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS will seine Konzernstruktur im Zuge des geplanten Umbaus deutlich straffen. Nach Informationen dieser Zeitung soll EADS künftig nur noch in drei statt bislang vier Divisionen untergliedert werden und – wie bereits berichtet – in Airbus umbenannt werden. Das Geschäft mit Verkehrsflugzeugen solle künftig als Airbus Commercial geführt werden, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person am Freitag. Die mit einem Umsatzbeitrag von gut zwei Dritteln größte Division solle auch künftig aus der Airbus-Zentrale in Toulouse geführt. Die Hubschrauber-Sparte Eurocopter werde voraussichtlich künftig unter Airbus Helicopter firmieren und ihren Sitz wie bislang in Marignane bei Marseille behalten, hieß es.

Außerdem strebt Konzernchef Tom Enders eine stärkere Bündelung des Rüstungsgeschäfts an. Dazu plane er eine Zusammenlegung der Rüstungssparte Cassidian mit dem kleinsten Konzernbereich Astrium. Dort hat EADS sein Raumfahrtgeschäft gebündelt. Als denkbare Namen für die neue Rüstungssparte seien Airbus Military bzw. Airbus Defense im Gespräch. Der Sitz werde weiterhin in Unterschleißheim bei München bleiben, hieß es aus informierten Kreisen. Die Pläne sollen auf der nächsten Verwaltungsratssitzung im Vorfeld der Veröffentlichung der Quartalszahlen am kommenden Mittwoch vorgestellt werden. Ein Konzernsprecher wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

EADS leidet in seiner Rüstungssparte seit längerem unter sinkenden Rüstungsetats vor allem in Europa. Vor einem Jahr war eine geplante, milliarden-schwere Fusion mit dem britischen Rüstungskonzern BAE Systems an handfesten verteidigungspolitischen Bedenken der Bundesregierung gescheitert.

Für die Beschäftigten bei Cassidian und BAE war dies eine gute Nachricht. Aus der Branche hieß es damals, ein Zusammenschluss wäre nur unter weitreichenden Kartellauflagen denkbar gewesen und hätte einen umfassenden Personalabbau zur Folge gehabt. Die nun geplante Neuausrichtung der Rüstungssparte dürfte nach Einschätzung von Beobachtern nun allenfalls zu kleineren Personalanpassungen führen.

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From → Börse, Politik

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