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Cloud-Geschäft drückt bei SAP auf die Marge

04/06/2013

Lob für Ausbau des Geschäfts mit Mietsoftware und Kursentwicklung – Aktionärsschützer kritisieren hohe Vorstandsvergütung

 

Mannheim. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP spürt angesichts des Einstiegs in das Geschäft mit Mietsoftware wachsenden Margendruck. In den vergangenen drei Jahren sei der Lizenz-Umsatz mit Software und Cloudlösungen um 83 Prozent gestiegen, erklärte Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe heute auf der Hauptversammlung des Konzerns in Mannheim. Gleichzeitig sei das Betriebsergebnis im selben Zeitraum über um über 70 Prozent gestiegen.

Neben der geringeren Marge im Geschäft mit Mietsoftware dürfte dies jedoch auch auf die massiven Investitionen in neue Geschäftsfelder zurückzuführen sein. Alleine im vergangenen Jahr hat der Konzern knapp 14 Prozent seines Umsatzes in Forschung und Entwicklung gesteckt. Im langjährigen Durchschnitt investieren die Walldorfer rund elf bis zwölf Prozent in Neuentwicklungen.

Co-CEO Jim Hagemann Snabe wertete die jüngste Entwicklung jedoch als Erfolg. SAP sei  in den vergangenen drei Jahren 1,6 Mal schneller gewachsen als der größte Wettbewerber, sagte der Däne unter Anspielung auf den Erzrivalen Oracle. Zudem habe sich der Aktienkurs in den vergangenen drei Jahren nahezu verdoppelt.

 

Aktionärsschützer lobten das Management für die positive Entwicklung. Man beglückwünsche das Unternehmen für das „außerordentliche Ergebnis“, sagte die Sprecherin der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Jella Benner-Heinacher. Kritik übte die DSW-Sprecherin jedoch an der zuletzt deutlich gesunkenen Marge. Bereinigt um Sondereffekte hatte das größte europäische Softwarehaus im Vorjahr eine operative Marge von 32 Prozent erreicht nach 33 Prozent im Jahr 2011.

Zudem übte Benner-Heinacher indirekt Kritik an der steigenden Bedeutung der US-Tochter. „Werden die Hauptversammlung demnächst auf Englisch abgehalten?“, wandte sich Benner-Heinacher an die Adresse von Aufsichtsratschef Hasso Plattner. Zudem warnte sie angesichts der jüngsten Vorstandsvergütung vor Übertreibungen. Im Vorjahr hatten die Topmanager insgesamt 32 Millionen Euro kassiert. Im DAX verdiene nur der Vorstand von Volkswagen mehr. „Wir müssen aufpassen, dass wir Volkswagen hier nicht überflügeln“, sagte sie.

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From → Börse, IT

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