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Microsoft plant keine Preiszugeständnisse bei Windows 8 für Tablet-Hersteller

02/03/2013

Konzern weist Forderung nach Preis-Abschlägen für neues Betriebssystem zurück – „Kernmarkt im mittleren und oberen Preissegment“

München. Der US-Konzern Microsoft plant keine Preiszugeständnisse bei Windows 8 für Tablet-Hersteller. „Wir sehen unseren Kernmarkt nicht im Billigsegment, sondern im mittleren und oberen Preissegment, also zwischen 300 und 500 Euro und darüber“, sagte der Deutschland-Chef des Konzerns, Christian P. Illek, im Vorfeld der Cebit gegenüber Euro am Sonntag. Damit wies Illek entsprechende Forderungen von Hardware-Partnern zurück.

Aus der Branche hatte es zuvor geheißen, mit den aktuellen Lizenzgebühren für Windows 8 könne man das Einstiegssegment bei Tablets nicht kostendeckend bedienen. Im laufenden Jahr dürfte der Einstiegspreis bei Tablets auf 200 Euro fallen. Angesichts der gültigen Lizenzgebühren von Microsoft könne man diesen Preispunkt nicht abdecken, erklärten Hardwarehersteller. Daher sei man gezwungen, im Einstiegssegment komplett auf das kostenlose Android zu setzen, hieß es.

Demgegenüber will sich Microsoft jedoch auf das mittlere und obere Preissegment konzentrieren. Dies sei „ein großer Markt und den wollen wir auch besetzen“, sagte Illek. Mit dem Start von Windows 8 zeigte sich Illek „sehr zufrieden“. Das neue Betriebssystem ist seit Ende Oktober weltweit verfügbar. Windows 8 sei im Markt „sehr gut angenommen worden“, sagte er der Wirtschaftszeitung. Der Erfolg von Windows 8 sei „absolut mit der Vorgängerversion Windows 7 vergleichbar.

Illek warb zugleich um Verständnis für den jüngsten Strategieschwenk des Konzerns. Microsoft hatte mit zwei eigenen Tablets unter dem Namen Surface unlängst erstmals in seiner Geschichte den Einstieg in den PC-Bereich gewagt. Dies hatte unter Hardwarepartnern für Verärgerung gesorgt. Microsoft setze auch weiterhin auf eine funktionierende Partnerlandschaft, betonte Illek. Man wolle mit dem Surface „aber auch ein Ausrufezeichen setzen, weil wir der Meinung sind, dass Software und Hardware ein Stück weit miteinander verschmolzen werden müssen.“ Im übrigen könne angesichts von weltweit rund 1700 Windows 8 PCs und Tablets von Partnern und zwei Surface-Modellen „von Kannibalisierung keine Rede sein“.

Für das Deutschland-Geschäft zeigte sich Illek optimistisch. Man rechne bei Software hierzulande mit einem Marktwachstum von insgesamt „fünf Prozent“. Microsoft wolle erneut „schneller wachsen als der Markt“, sagte Illek der Wirtschaftszeitung.

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From → Börse, IT

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