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Sony Computer Entertainment Europe trotzt weltweitem Abwärtstrend

17/08/2012

Konzern rechnet für PS3 mit Absatz auf Vorjahresniveau – Starke Nachfrage nach PS3 in Deutschland

 

Eine eigene Welt: Stand von Sony Computer Entertainment auf der Gamescom in Köln. Foto: utz

München. Sony trotzt in Europa nach eigenen Angaben dem weltweit rückläufigen Hardware-Absatz bei stationären Spielekonsolen. „Wir rechnen für das laufende Jahr bei der PS3 in Europa mit Verkaufszahlen auf dem Niveau des Vorjahres“, sagte der Europa-Chef von Sony Computer Entertainment (SCE), Jim Ryan am Rande der Spielemesse Gamescom gegenüber dieser Zeitung, ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Besonders in Deutschland laufe das Geschäft gut, sagte Ryan. Der deutsche Markt profitiere stark von der vergleichsweise guten Konjunktur. Zudem sei es Sony mit Spielen wie dem Karaoke-Spiel SingStar gelungen, die Branche von ihrem Baller-Image zu befreien. „Gaming ist in Deutschland inzwischen ein sozial akzeptierter Zeitvertreib“, sagte Ryan. Dies sei ein wichtiger Schritt gewesen, um neue Zielgruppen zu erschließen.

Nach einer Übersicht des Marktforschungsunternehmens GfK hat Sony von Januar bis Juli in Deutschland rund 328.000 Einheiten der PS3. Dies entspricht einem Absatzplus von rund 20 Prozent. Damit lagen die Japaner deutlich vor ihrem wichtigsten Wettbewerber Microsoft. Der US-Konzern kam mit seiner Xbox 360 im laufenden Jahr bislang lediglich auf einen Zuwachs von rund fünf Prozent auf 184.000. Auch bei der Zahl der installierten Einheiten liegt die PS3 mit insgesamt 3,2 Millionen Geräten vor der Xbox360 mit rund zwei Millionen Einheiten.

Weltweit musste Sony Computer Entertainment dagegen zuletzt Rückgänge verkraften. Alleine im zweiten Quartal war der Absatz der PS3 und der älteren PS2 um rund 800.000 auf 2,8 Millionen zurückgegangen. Eine gesonderte Aufschlüsselung der Absatzzahlen von PS2 und PS3 weist der Konzern nicht aus. In den größten Märkten spielt die PS2 jedoch kaum noch eine Rolle.

Unterdessen setzt Sony Computer Entertainment große Hoffnungen auf ein erweitertes Spieleangebot für seine mobile Plattform Playstation Vita. Die seit März verfügbare Konsole hatte nach einem starken Start an Boden verloren. Analysten hatten moniert, dass das bislang überschaubare Spieleangebot von Drittherstellern für die PS Vita auf den Absatz drücke. Zudem hatte Nintendo angesichts des schleppenden Absatzes seiner neuen Spielekonsole Nintendo 3DS mit einer Preissenkung den Druck auf Sony erhöht. Nun will der Konzern mit einigen Toptiteln von Drittanbietern dagegen halten. Neben dem bekannten Rennspiel „Need for Speed“ von Electronic Arts und der Fussball-Simulation „Fifa“ werde es auch eine Version des populären Shooters „Call of Duty“ für die PS Vita geben. Dies werde den Absatz deutlich ankurbeln, sagte Ryan.

Zu jüngsten Spekulationen über eine überarbeitete Version der PS3 wollte sich Ryan nicht äußern. Man habe sich entschieden, die PS Vita in den Mittelpunkt der Pressekonferenz auf der Gamescom zu stellen. Zuletzt waren im Internet zahlreiche Fotos einer schmaleren PS3-Version aufgetaucht. Beobachter hatten erwartet, dass Sony das neue Modell auf der Gamescom vorstellen könnte. Auch Fragen nach möglichen Preissenkungen für die PS Vita oder ein komplett neue stationäre Konsole ließ Ryan offen. Im Internet kursieren seit Monaten Spekulationen über eine mögliche PS4.

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From → Börse, IT

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