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EA: Die neuen Konsolen von Sony und Microsoft werden spektakulär

17/08/2012

Studio-Vorstand Frank Gibeau bestätigt Nachfolgemodelle für die Xbox 360 und die PS3 – Konzern plant „drei bis fünf neue Titel“ für Next-Gen-Konsolen

München/Köln. Das Rennen um die Vorherrschaft im Konsolengeschäft geht in die nächste Runde: „Ich habe die Nachfolger für die PS3 von Sony und die Xbox 360 von Microsoft gesehen und sie werden spektakulär sein“, sagte der für die Studios zuständige Vorstand von Electronic Arts (EA) Frank Gibeau am Rande der Gamescom in Köln gegenüber Euro am Sonntag. Damit bestätigte erstmals ein hochrangiger Branchenvertreter öffentlich, dass die beiden Erzrivalen an einer komplett neuen Konsolengeneration arbeiten.

Im Internet kursieren seit längerem Spekulationen über die nächste Daddel-Generation unter den  Namen PS4 und Xbox 720. Um den Absatz der aktuellen Konsolen nicht zu gefährden, geben sich beide Konzerne bislang aber äußerst zugeknöpft. Beobachter erwarten, dass die PS4 und die Xbox 720 im Juni 2013 auf der weltgrößten Spielemesse E3 vorgestellt werden könnten. Der Marktstart könnte dann pünktlich zum wichtigen Weihnachtsgeschäft erfolgen.

Zuletzt hatten sich die Gerüchte um die Konsolen jedoch verdichtet. Erst im Frühjahr hatten etwa Berichte die Runde gemacht, wonach Microsoft ein so genanntes Devkit (Development Kit) für die neue Xbox-Generation an wichtige Studios verschickt habe. Mit Hilfe von Devkits können Entwickler ihre Spiele für eine neue Plattform schneller und besser programmieren. Zudem kursierte Mitte Juni kurzzeitig eine umfangreiche Präsentation über die neue Xbox im Web. Allerdings schaltete Microsoft rasch eine Anwaltskanzlei ein, die zahlreiche Webseiten-Betreiber dazu drängte, das Dokument wieder zu löschen.

Mit Blick auf die neue Konsolengeneration sagte Gibeau, EA werde in den ersten beiden Jahren nach dem Marktstart„drei bis fünf“ komplett neue, bislang nicht existierende Spiele (IPs) veröffentlichen. Neben der künftigen Xbox und der PS4 gehört dazu auch die Wii U von Nintendo. Sie soll bereits in den nächsten Monaten an den Start gehen. Einen konkreten Termin hat der japanische Konzern bislang jedoch noch nicht genannt.

Der EA-Manager wies zugleich Kritik zurück, dass die Spielehersteller das Risiko von Neuentwicklungen scheuten und stattdessen lieber auf die Fortführung bereits bestehender Marken setzten. Nach einer Übersicht der US-Investmentbank Wedbush hatten die vier Marktführer Activision, EA, Nintendo und Take2 in den letzten zwölf Monaten zusammen gerade ein einziges komplett neues Spiel (IP) an den Start geschickt. Gibeau sagte, der Vorwurf gehe an den Realitäten vorbei. Man wisse aus Erfahrung, dass sich neue Marken nicht am Ende eines Konsolenzyklus etablieren lassen. Dies müsse man in den ersten beiden Jahren nach dem Start einer neuen Konsolengeneration versuchen. „Und das werden wir tun.“

Unterdessen will der zweitgrößte Videospielanbieter der Welt künftig verstärkt auf so genannte Free2Play-Spiele setzen. Sie gelten als derzeit wichtigster Branchentrend. Free2Play-Spiele sind grundsätzlich kostenlos. Geld verdienen die Anbieter mit dem Verkauf von Spieleinhalten wie zusätzlicher Ausrüstung oder neuen Charakteren. „Langfristig wird Free2Play sicher das populärste Konzept in der Branche werden“, sagte Gibeau. Allerdings verfolge man weiter auch andere Geschäftsmodelle wie etwa Abos.

Die Kalifornier hatten angesichts enttäuschender Abozahlen bei „Star Wars: The Old Republic“ (SWTOR) vor wenigen Wochen einen grundlegenden Strategieschwenk angekündigt. Ab Herbst werde SWTOR grundsätzlich als Free2Play-Spiel angeboten. Wer alle Level spielen will, muß aber auch weiterhin ein Abo abschließen. Man wisse aus Befragungen, dass die Gamer SWTOR gerne weiterspielen würden, doch sei das monatliche Abo ein Hindernis. „Darauf haben wir uns eingestellt“, so Gibeau.

Um das Free-2-Play-Geschäft anzukurbeln, wolle künftig man alle großen Marken auch als Browser-Spiele verfügbar machen. Auf diese Weise erreiche man neue Zielgruppen und neue Märkte, sagte der EA-Studioboss. So sei das Rennspiel „Need for Speed World“ vor allem in Russland und Brasilien sehr erfolgreich. In beiden Ländern seien Konsolen bislang kaum verbreitet. Übers Internet könne man diese Märkte nun erschließen. „Als es Need for Speed nur auf DVD und Blu-ray gab, hatten wir weltweit fünf Millionen Nutzer. Mit dem Rückenwind von Online und den Versionen für Mobilgeräte haben wir inzwischen 25 Millionen Nutzer“, sagte Gibeau. „Diesen Erfolg wollen wir auch mit anderen Spielen wiederholen.“

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From → Börse, IT

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