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Livescribe will Wachstum kräftig ankurbeln

07/07/2012

Unternehmen sieht großes Potenzial in China – Digitale Stifte sollen zum Weihnachtsgeschäft mit Funktechnologie aufgefrischt werden


München. Das junge US-Unternehmen Livescribe will seine digitalen Stifte auffrischen und die Expansion im Ausland vorantreiben. Das machte der seit Anfang Januar amtierende Livescribe-Chef Gilles Bouchard gegenüber Euro am Sonntag deutlich. „Wir wollen unseren Vertrieb international ausbauen“, kündigte Bouchard an. Vor allem in China sehe man großes Potenzial. Derzeit macht das 2007 gegründete Unternehmen rund zwei Drittel seines Geschäfts in den USA. Zu den stärksten Auslandsmärkten gehören Kanada, Groß-Britannien, Deutschland und Australien. Darauf wolle man aufbauen, sagte Bouchard. An der Ausrichtung an den spezialisierten Handel wolle jedoch festhalten. „Unsere Produkte brauchen kompetente Beratung“, sagte er. In Deutschland würden etwa Media-Markt/Saturn oder Apple-Händler diese Voraussetzungen erfüllen. Die computer-gestützten Kugelschreiber von Livescribe zeichnen per Infrarot-Kamera Notizen auf einem speziell markierten Papier auf. Parallel dazu erfasst ein integriertes Mikrofon die entsprechenden Aussagen und verknüpft sie mit den Notizen. Tippt der Nutzer anschließend mit dem Stift auf eine Passage, spielt der Smartpen die jeweiligen Aussagen ab. Auf diese Weise lassen sich wichtige Aufzeichnungen anschließend nachbearbeiten. Außerdem können sie anschließend auf dem Rechner gespeichert oder per PDF weiterversendet werden.

Die Technik ist verblüffend – und beliebt. Weltweit hat Livescribe bislang über eine Million Stifte verkauft. „Rund ein Drittel unserer Kunden sind Schüler und Studenten, die übrigen zwei Drittel entfallen auf den professionellen Einsatz bei Journalisten, Anwälten, IT-Spezialisten oder Medizinern“, sagte Bouchard.

Um den Absatz weiter anzukurbeln, will Bouchard die Stifte nun zusätzlich aufbohren. Man denke über die Einbindung neuer Übertragungstechnologien nach. Dann könnten die Aufzeichnungen künftig etwa per Funk an den Rechner geschickt oder versandt werden. Daneben wolle man das Zusammenspiel zwischen den Pens und den immer wichtigeren Tablets verbessern. Dies sei „ein großes Thema“, sagte Bouchard. Man peile eine Markteinführung für diesen Herbst an, hieß es.

Zur Frage nach einem möglichen Börsengang sagte Bouchard, man sei noch in der „Investitionsphase“, ein IPO sei jedoch eine Option in der Zukunft. Hinter Livescribe stecken neun Risikokapitalgesellschaften, darunter eine Tochter des Mobilfunkchip-Spezialisten Qualcomm und Presidio Ventures. Sie haben bislang insgesamt rund 100 Millionen Dollar in das Unternehmen gesteckt. Erst Anfang des Jahres hat sich Livescribe eine neue Finanzspritze gesichert. Danach sollen im laufenden Jahr weitere zehn Millionen Dollar frisches Kapital für die Expansion bereit stehen.

Bouchard war zum Jahresanfang von HP zu Livescribe gewechselt. Beim weltgrößten Computerbauer verantwortete er zuvor das gesamte operative Geschäft mit einem Umsatzvolumen von 50 Milliarden Dollar. „Ich habe mit meinen Füssen abgestimmt“, sagte Bouchard mit Blick auf die jüngste Finanzierungsrunde, „die Risikokapitalgeber mit ihren Geldbeuteln.“

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