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Samsung mit ehrgeizigen Zielen in Deutschland

25/05/2012

 Koreanischer Elektronikkonzern will im TV-Geschäft auch 2012 deutlich schneller als der Markt – Hohes Interesse an neuem Flaggschiff-Handy Galaxy S3

München. Der koreanische Elektronikriese Samsung will in Deutschland im laufenden Jahr mit  seinen Flach-TV-Geräten erneut schneller wachsen als der Markt und seinen Vorsprung weiter ausbauen. „Wir rechnen auch für das laufende Jahr in Deutschland mit einem deutlich zweistelligen Wachstum“, sagte der leitende Manager von Samsung Electronics Deutschland, Hans Wienands, gegenüber Euro am Sontag. Als Senior Vice President ist er in der Samsung-Hierarchie der zweithöchste Vertreter des Konzerns in Deutschland. Nach Prognosen des Branchenverbandes GfU dürfte der TV-Absatz hierzulande 2012 um rund zwei Prozent zulegen und damit erstmals die Zehn-Millionen-Marke erreichen. Mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent ist Samsung in Deutschland bei Flach-TV-Geräten die klare Nummer 1 vor Panasonic und Philips.

Samsung profitiere weiter stark vom anhaltenden Trend zu Smart-TV-Geräten, sagte Wienands. Sie verfügen über einen Internet-Anschluss und ermöglichen ähnlich wie Smartphones über kleine Zusatzprogramme (Apps) Zugriff auf entsprechende Web-Inhalte wie das Videoclipportal Youtube oder per HbbTV-Standard auf die Mediatheken von ARD und ZDF. Der koreanische Elektronikriese hatte bereits seit dem Modelljahr 2009 auf die Einbindung von Web-Inhalten auf TV-Geräten gesetzt und das Thema auch im Marketing frühzeitig besetzt.

Smart-TVs gelten derzeit als einer der Hauptwachstumstreiber auf dem Markt. Im laufenden Jahr dürften nach Schätzung der GfU bereits rund 40 Prozent der verkauften Geräte den Zugang zu Web-Inhalten per TV-Gerät ermöglichen. „Wir gehen für Samsung davon aus, dass der Anteil der Smart-TV-Geräte im laufenden Jahr sogar bei über 50 Prozent liegt“, sagte der 55jährige Branchenveteran.

Neben dem Trend zu Smart-TV-Geräten erwartet der Konzern zusätzlichen Schwung durch die Fussball-EM und den Olympischen Sommerspiele in London. Rund die Hälfte des für den Gesamtmarkt erwarteten Absatzwachstums von zwei Prozentpunkten dürfte auf diese beiden Groß-Ereignisse zurückzuführen sein. Das entspräche einem Plus von bis zu 100.000 Geräten.

Um die Attraktivität seines TV-Angebots weiter zu steigern, setzt Samsung stark auf Apps. Pro Monat kommen drei bis vier neue Miniprogramme für Samsungs Smart-TVs hinzu. Derzeit arbeite man mit verschiedenen Autobauern an neuen Lösungen. Sie sollen die Konfiguration von Autos am heimischen TV-Gerät ermöglichen. Für die Zukunft seien zudem weitere Miniprogramme für andere Anwendungen wie Pizzadienste oder Lebensmittellieferdienste vorstellbar.

Samsung ist nach eigenen Angaben der einzige Massenhersteller in Deutschland, der in den vergangenen Jahren am Markt höhere Durchschnittspreise pro Gerät durchsetzen konnte. „Vor drei Jahren haben wir pro Gerät im Schnitt noch 750 bis 760 Euro erlöst“. Inzwischen liege man bei rund 800 Euro. Die Branche leidet seit Jahren unter einem brutalen Preiskampf. Zuletzt lag der Durchschnittspreis trotz immer leistungsfähigerer und größerer Geräte noch bei rund 600 Euro.

Den geplanten Markteintritt von Ikea sieht der Samsung-Manager gelassen. Dies treffe vor allem das Einstiegssegment am Markt. Dort gebe es für Samsung zwar eine Herausforderung. Im mittel- bis hochpreisigen Segment werde sich der Vorstoß von Ikea aber nicht bemerkbar machen, erklärte der Samsung-Manager. Das schwedische Möbelhaus hatte Mitte April den Einstieg in den Markt für Unterhaltungselektronik angekündigt. Nach den Plänen will der Konzern ab Sommer Möbel mit komplett eingebauten TV- oder Hifi-Anlagen des chinesischen Elektronikkonzerns TCL anbieten. Das hatte bei Elektronikhändlern für große Unruhe gesorgt.

Unterdessen sieht das Unternehmen dem Start seines Flaggschiff-Smartphones Samsung Galaxy S3 mit großer Zuversicht entgegen. „Die Vorbestellungen für das Galaxy S3 liegen bereits jetzt deutlich höher als bei beim Galaxy S2.“ Das neue Smartphone soll ab 29. Mai in den Handel kommen und gilt als bislang schärfster Konkurrent für das iPhone von Apple.

Samsung hat bei Handys in den vergangenen Jahren eine rasante Aufholjagd hingelegt. Im ersten Quartal 2012 hatte der Konzern den bisherigen Weltmarktführer Nokia entthront. Inzwischen steuert die Sparte rund 75 Prozent zum operativen Gewinn bei. Weltweit Alleine in Deutschland kommt das Unternehmen derzeit bei Smartphones, mit denen man etwa im Web surfen kann oder E-Mails schreiben, auf 42,6 Prozent Marktanteil. „Diesen Anteil wollen wir im laufenden Jahr in Deutschland mindestens halten“, sagte Wienands.

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From → Börse, IT

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