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Großauftrag für Microsoft

13/01/2012

US-Konzern macht bei Hausgerätehersteller Miele das Rennen – Herber Rückschlag für IBM

München. Der Hausgerätehersteller Miele vertraut bei PC-Arbeitsplätzen künftig voll auf Microsoft. Nach Informationen von Euro am Sonntag rüstet Miele insgesamt rund 12.000 PC-Arbeitsplätze auf die Kommunikationssoftware von Microsoft um. Neben Lösungen für E-Mails (Outlook bzw. Exchange) umfasst die Vereinbarung auch die Dokumenten-Bearbeitung in Teams (Sharepoint) sowie Direktnachrichten und Videokonferenzen (Lync). Bei Bürolösungen setzt das Unternehmen bereits auf das Büropaket Office 2010 (Word, Excel) sowie das Betriebssystem Windows 7.

Die Einführung der Kommunikationslösungen um Exchange und Sharepoint soll bis Mitte des Jahres abgeschlossen sein, erklärte eine Miele-Sprecherin ohne weitere Details zu nennen. Bislang vertraut Miele auf Lotus Notes von IBM. Von der Umstellung auf die Microsoft-Plattform erhofft sich der Gütersloher Konzern offenbar sinkende Komplexität und damit niedrigere IT-Kosten, heißt es aus der Branche. Dazu wollte sich die Sprecherin jedoch nicht äußern. Der für Großkunden zuständige Microsoft-Geschäftsführer Thomas Schröder sagte, die „Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Microsoft-Lösungen“ hätten den Ausschlag gegeben. IBM gibt ab Montag in Orlando auf seiner jährlichen Entwickler-Konferenz Lotusphere einen Überblick über seine Kollaborationslösung.

Der Wechsel von Miele zu Microsoft ist ein weiterer, herber Rückschlag für IBM. In der Vergangenheit hatte der größte IT-Dienstleister der Welt immer wieder wichtige Lotus-Kunden verloren. So hatte sich Daimler im Herbst 2010 entschieden, bis 2014 konzernweit insgesamt rund 180.000 Arbeitsplätze von Lotus Notes auf die Microsoft-Plattform (Office, Exchange, Sharepoint) umzustellen. Aus der Branche heißt es zur Begründung, IBM habe die Entwicklung von Lotus lange nur zögerlich vorangetrieben und so Boden verloren. Auf dem wichtigen deutschen Markt kommt Microsoft bei so genannter Groupware nach Daten des IT-Marktforschungsunternehmen Techconsult inzwischen auf einen Marktanteil von rund 65 Prozent. 2009 lag der entsprechende Wert noch bei 63 Prozent.

Miele ist in der Öffentlichkeit vor allem für seine Spülgeräte, Waschmaschinen und Trockner bekannt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr kam der Konzern weltweit auf einen Umsatz von knapp drei Milliarden Euro. Das 1899 gegründete Unternehmen gehört damit neben dem Medienhaus Bertelsmann zu den größten Unternehmen in Westfalen. Beobachter erwarten, dass nun auch andere Unternehmen aus der Region dem Beispiel Mieles folgen könnten.

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