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Die Schweizer Uhrenindustrie steuert auf ein neues Rekordjahr zu

02/12/2011

Ein Ende des Booms ist nicht in Sicht

München. Die Schweizer Uhrenindustrie steht angesichts des ungebrochenen Luxusbooms vor dem besten Jahr ihrer Geschichte. „Wir erwarten für 2011 einen Exportumsatz von deutlich über 18 Milliarden Schweizer Franken (14,57 Milliarden Euro) und damit einen neuen Rekord“, erklärte der Präsident der Schweizerischen Uhrenindustrie (FHS), Jean-Claude Pasche, gegenüber Euro am Sonntag. Allein von Januar bis Oktober hatte die Branche die Ausfuhren um rund 20 Prozent auf 15,4 Milliarden Franken (rund 12,5 Milliarden Euro) gesteigert. Im bislang besten Jahr 2008 exportierten die Schweizer Hersteller Uhren, Uhrwerke und Komponenten im Wert von insgesamt 17 Milliarden Franken. Gefragt seien Uhren aller Preiskategorien, erklärte Pasche. Dies gelte auch für Golduhren, betonte er. Viele Käufer betrachteten hochwertige Zeitmesser als Wertanlage und ließen sich daher auch vom zuletzt starken gestiegenen Goldpreis nicht abschrecken.

Der Luxusboom beschert der Branche glänzende Geschäfte. Erst Mitte November meldete der Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont (IWC, Jaeger LeCoultre) starke Halbjahreszahlen. Auch beim Wettbewerber Swatch mit seinen Edelmarken Blancpain und Breguet laufen die Geschäfte bestens.

Vor allem auf dem asiatischen Markt stehen Schweizer Uhren weiterhin hoch im Kurs. So verbuchte die Branche auf dem weltweit wichtigsten Markt Hongkong in den ersten zehn Monaten ein Umsatzplus von gut einem Viertel auf 3,2 Milliarden Franken (rund 2,6 Milliarden Euro), in China legten die Erlöse auf 1,3 Milliarden Franken (rund 1,1 Milliarden Euro) zu. Insgesamt machen die Eidgenossen inzwischen gut 55 Prozent ihres Umsatzes in Asien und im Nahen Osten. In Europa gebe es dagegen ein gemischtes Bild. Während Deutschland (plus 13 Prozent), Frankreich (plus 14,5) oder Italien (plus 12,2) sich recht gut schlügen, sei der Umsatz in den von der Finanzkrise besonders betroffenen Ländern wie Portugal oder Griechenland zuletzt zurückgegangen.

Ungeachtet der weltweiten Konjunktureintrübung zeigte sich Pasche auch für das kommende Jahr zuversichtlich. „Wir gehen für 2012 erneut von einem Zuwachs und damit einem weiteren Rekordjahr aus.“ Allerdings dürfte der Anstieg nicht mehr ganz so stürmisch ausfallen wie noch 2011, sagte Pasche.

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From → Börse, Konjunktur

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