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Blackberry-Hersteller RIM will trotz Sparprogramms in Deutschland keine Stellen streichen

18/11/2011

Kanadier sehen bei Privatkunden hierzulande noch großes Potenzial

München. Der angeschlagene Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) will  Deutschland beim angekündigten Personalabbau ausnehmen und hierzulande keine Stellen streichen. „Deutschland ist ein Fokus-Markt für RIM. Hier wird es keine Personalanpassungen geben“, kündigte Deutschland-Chef Axel Kettenring gegenüber Euro am Sonntag an.

Insgesamt beschäftigt der kanadische Smartphone-Hersteller in Deutschland nach Schätzungen aus Branchenkreisen rund 350 Mitarbeiter, davon alleine rund 300 in seinem Entwicklungszentrum in Bochum. RIM hatte im September 2008 nach dem Abzug des finnischen Weltmarktführers Nokia den Standort einschließlich zahlreicher Entwickler übernommen.

RIM steht seit Monaten unter wachsendem Druck. Im abgelaufenen dritten Quartal kam der Konzern bei Smartphones weltweit noch auf einen Marktanteil von 11,0 Prozent nach 15,4 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Vor allem auf dem wichtigen US-Markt kämpft das Unternehmen mit einem alarmierenden Kundenschwund. Binnen Jahresfrist büßte der Konzern dort knapp zwei Drittel seines Marktanteils ein und kam zuletzt noch auf neun Prozent. Für zusätzliche Unruhe unter Investoren sorgte zuletzt ein umfassender Ausfall der Blackberry-Rechenzentren. So konnten Hundertausende Blackberry-Nutzer in der Region Europa, dem Mittleren Osten und Afrika (EMEA) Anfang Oktober drei Tage lang keine Mails empfangen. Auch in den USA und in Asien kam es zu massiven Ausfällen. Viele Nutzer schäumten. Zudem gilt der seit rund einem halben Jahr verfügbare Tablett-Rechner Playbook in der Branche als Flop. Investoren zogen daher die Notbremse. Erst vor wenigen Tagen notierte die Aktie auf dem tiefsten Stand seit sieben Jahren. Angesichts der Entwicklung liegen bei RIM die Nerven blank. Um die Kosten zu senken, hatte der Konzern Ende Juli einen weitreichenden Stellenabbau angekündigt. Danach soll jeder zehnte Arbeitsplatz gestrichen werden. Weltweit wären das rund 2000 Mitarbeiter. Deutschland sei von den Kürzungen jedoch nicht betroffen. „Wir wollen unseren Marktanteil in Deutschland kräftig ausbauen“, kündigte der seit gut einem Jahr amtierende Deutschland-Chef Kettenring an. Danach will RIM binnen zwei Jahren bei Privatkunden denselben Marktanteil wie bei Geschäftskunden haben, sagte Kettenring, ohne konkrete Zahlen zu nennen. RIM verfüge über eine starke Technologie-Plattform und eine starke Modellpalette. Dazu komme im kommenden Jahr das neue Betriebssystem BBX.  „Wir sind hier gut aufgestellt“, so Kettenring.

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From → Börse, IT

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