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Kein Geld von der MS Invest

30/09/2011

Geprellte Samiv- und MSG-Anleger haben wohl keinen Zugriff auf die Liechtensteiner Firma, obwohl es da was zu holen gäbe

München. Der Betrugsskandal um die Liechtensteiner Finanzgruppe Money Service Group (MSG) wird immer dubioser. Nach Informationen dieser Zeitung hat MSG-Chef Michael Seidl nur wenige Wochen vor seiner Verhaftung seine Liechtensteiner Fondsgesellschaft MS Invest an seinen Bruder Thomas übertragen. Zudem gab er seinen Posten als Geschäftsführer auf und legte sein Mandat als Verwaltungsrat bei der inzwischen insolventen MS Invest nieder. Das geht aus dem Handelsregister des Liechtensteinischen Öffentlichkeitsregister hervor. Der zuständige Insolvenzverwalter Heinz Frommelt erklärte gegenüber dieser Zeitung, man habe bei der MS Invest eine „hohe einstellige Millionensumme“ sichergestellt. Es gebe bislang jedoch keine Hinweise auf eine „unberechtigte Fremdnutzung der von den Anlegern einbezahlten Beträge“, so Frommelt. Zugleich dämpfte Frommelt jedoch Hoffnungen auf mögliche Regressansprüche aus dem Vermögen der MS Invest. Das Unternehmen gehöre gesellschaftsrechtlich nicht zur MSG-Gruppe. Daher könnten Anleger, die Gelder bei der MSG und der zur MSG-Gruppe gehörenden Schweizer Samiv AG investiert hätten, keine Ansprüche bei der MS Invest geltend machen.

Die Staatsanwaltschaft St. Gallen ermittelt gegen Michael Seidl wegen des Verdachts des Betrugs und der Untreue beim Vermögensberater Samiv AG aus Rorschach im Kanton St. Gallen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand soll Seidl allein mit dieser Gesellschaft rund 2000 Anleger um insgesamt 50 Millionen Euro geprellt haben. Bei den Geprellten handelt es sich fast ausschließlich um Deutsche. Seidl sitzt seit Ende Juli in St. Gallen in Untersuchungshaft. Auch die Liechtensteiner Staatsanwaltschaft hat den Betriebswirt im Visier. Die Vaduzer Behörden werfen Seidl „schweren gewerbsmäßigen Betrug, Untreue und Geldwäscherei“ vor. Insgesamt soll Seidl Anlegergelder in Höhe von 21 Millionen Euro auf sein privates Konto umgeleitet und auf diese Weise sein aufwendiges Leben samt Luxusvilla und Yacht finanziert haben. Seidl bestreitet die Vorwürfe.

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From → Börse

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