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QlikTech macht in Deutschland gute Geschäfte

02/09/2011

US-Softwarespezialist profitiert von hoher Nachfrage nach Datenanalyseprogrammen – Großauftrag von Sanofi

München. Der amerikanische Softwarespezialist QlikTech sieht sich auf dem wichtigen deutschen Markt weiter im Aufwind: „Die Nachfrage nach unseren Lösungen ist hoch“, sagte Wolfgang Kobek, Chef der Region Südeuropa, Deutschland, Österreich und der Schweiz, gegenüber Euro am Sonntag.

Das seit gut einem Jahr an der US-Technologiebörse Nasdaq notierte Unternehmen hat sich auf Programme zur Datenanalyse (Business Intelligence, BI) in Unternehmen spezialisiert. Mit den Lösungen können Firmen etwa die aktuelle Auslastung einer bestimmten Maschine ermitteln oder eine Übersicht über den Verkauf eines bestimmten Produkts an einer einzelnen Supermarktkasse.
Das Geschäft mit BI-Lösungen boomt. Nach Berechnungen des US-Marktforschungsunternehmens Gartner legte der BI-Umsatz im Vorjahr weltweit um insgesamt 13,4 Prozent auf 10,5 Milliarden Dollar zu. Damit gehört es zu den am schnellsten wachsenden Segmenten auf dem Markt für Unternehmenssoftware. QlikTech wächst noch rasanter. Alleine im vergangenen Jahr steigerten die Amerikaner den Umsatz um 44 Prozent auf 226,5 Millionen Dollar. So schnell wuchs kein anderer BI-Anbieter aus den Top-10.
Zur Begründung für die Entwicklung verwies Kobek auf die Vorteile der eigenen Lösungen. QlikView habe seit der ersten Entwicklung vor gut zehn Jahren konsequent auf Datenanalyse im Arbeitsspeicher gesetzt. Dies bringe „erhebliche Geschwindigkeitsvorteile“. Zudem seien die Werkzeuge so angelegt, dass sich auch ohne spezielle Programmierkenntnisse komplexe Abfragen erstellen ließen. Bei Lösungen zahlreicher Wettbewerber müssten dagegen häufig IT-Abteilungen eigene Anwendungen programmieren, um die vorliegenden Daten aus verschiedenen Datenbanken abzurufen und auswerten zu können. Bis man die entsprechenden Ergebnisse habe, könnten Stunden, Tage oder gar Wochen vergehen. „Bei uns geht das in Minuten“, sagte Kobek. Inzwischen setzen auch Wettbewerber wie SAP auf die In-Memory-Technologie.
Die deutsche QlikTech-Niederlassung hat sich im laufenden Jahr mehrere große Aufträge gesichert. Erst vor wenigen Tagen habe man den Zuschlag für BI-Lösungen bei der deutschen Tochter des Schweizer Pharmakonzern Sanofi Aventis erhalten. Dies sei „einer der größten Aufträge im laufenden Jahr“, sagte Kobek, ohne Details zu nennen. Branchenbeobachter schätzen das Volumen auf mehrere 100 Arbeitsplätze. Zuvor hatte das Unternehmen beim Automobilbauer BMW das Rennen gemacht. Das in Schweden gegründete Unternehmen verfügt weltweit inzwischen über rund 21000 Kunden in mehr als 100 Ländern und weltweit über 1200 Partner.

Der Markt für BI hat eine starke Konsolidierung erlebt. So hatte Oracle sich im März 2007 den US-Anbieter Hyperion geschnappt, im Oktober 2007 kündigte SAP die Übernahme des französischen BI-Spezialisten Business Objects an. Nur wenige Wochen später veröffentlichte IBM eine Offerte für den Datenanalyse-Anbieters Cognos. Inzwischen gibt es mit QlikTech, SAS und Micro Strategy nur noch wenige größere konzern-unabhängige BI-Spezialisten am Markt.

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From → Börse, IT

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