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MAN schwört Aktionäre auf Kooperation mit VW und Scania ein

27/06/2011

Konzern-Chef Pachta-Reyhofen wirbt vor Anteilseignern für die geplante Zusammenarbeit mit VW. Unternehmen bestätigt Ziele für das laufende Jahr.

München. Der Münchner Nutzfahrzeugkonzern MAN hat seine Aktionäre auf eine engere Zusammenarbeit mit VW und dem schwedischen Wettbewerber Scania eingeschworen. „Aufsichtsrat und Vorstand sind unverändert davon überzeugt, dass durch eine engere Zusammenarbeit von MAN, Scania und Volkswagen substanzielle Synergien in den Bereichen Einkauf, Entwicklung und Produktion erschlossen werden können“, sagte MAN-Chef Georg Pachta-Reyhofen heute auf der Hauptversammlung des Konzerns in München. Wichtig sei, dass Grundprinzipien wie Markenunabhängigkeit und ungehinderter weltweiter Marktzugang mit allen Produkten konsequent eingehalten werden.

Bei einer engeren Partnerschaft mit Scania und VW seien „substanzielle Einkaufsvorteile“ bei Rohmaterialien sowie bei Kernkompetenzen wie Getriebe möglich. Zudem könnten die Konzerne Forschung und Entwicklung beschleunigen und „parallele Investitionen vermeiden“. Gleichzeitig deutete Pachta-Reyhofen eine Erweiterung des Produktportfolios an. Im Verbund mit Volkswagen sei eine „Erweiterung der Produktpalette nach unten denkbar“. Bereits in den 80er Jahren habe MAN mit VW Fahrzeuge unter 7,5 Tonnen zusammengearbeitet. Ähnliches wäre „in einer neuen, engen Verbindung noch leichter möglich“.<br><br>

Zur laufenden Geschäftsentwicklung erklärte Pachta-Reyhofen, das zweite Quartal dürfte auf dem Niveau der ersten drei Monate liegen. Zum Jahresauftakt war der Auftragseingang um 26 Prozent auf 4,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Erlöse stiegen um 19 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro. Operativ hatte der Konzern ein Ergebnis von 325 Millionen Euro ausgewiesen. Pachta-Reyhofen bekräftigte den positiven Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Danach geht der Konzern weiter von einem Umsatzwachstun von sieben bis zehn Prozent aus. Bei der Umsatzrendite peilt der Konzern einen Zuwachs von einem Prozentpunkt an.

Dem Konzern steht heute eine turbulente Hauptversammlung bevor. VW hatte seinen MAN-Anteil Anfang Mai auf über 30 Prozent erhöht und den freien Aktionären kurz darauf ein Pflichtangebot vorgelegt. Auf der heutigen HV will Volkswagen heute die Kontrolle über MAN übernehmen. Nach den Plänen will sich VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech zusammen mit vier Managern aus Wolfsburg in den Aufsichtsrat des traditionsreichen Nutzfahrzeug- und Maschinenkonzerns wählen lassen. Damit würde VW fünf von acht Vertreter der Kapitalseite stellen. Unter Investoren trifft dies auf massive Kritik.

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From → Börse, Maschinenbau

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