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Krones sieht neues Rekordergebnis in Reichweite

25/06/2011

Finanzvorstand Thaus sieht „Potenzial, bisherige Bestmarke beim Vorsteuergewinn zu übertreffen“ – Kosme vor deutlichen Einschnitten

Abfüllanlage von Krones

München. Der Getränkeabfüllanlagen-Hersteller Krones sieht sich weiter auf Wachstumskurs. „Das zweite Quartal wird wohl etwas über dem ersten Quartal liegen. Das gilt für Umsatz, Auftragseingang und Ergebnis“, sagte Finanzvorstand Hans-Jürgen Thaus in einem Interview mit Euro am Sonntag. Im ersten Quartal hatte das Unternehmen aus dem oberpfälzischen Neutraubling einen Umsatz von 606,7 Millionen Euro erzielt, der Auftragseingang lag bei 628,6 Millionen. Vor Steuern hatte Krones einen Gewinn von 35,2 Millionen ausgewiesen.

Thaus sagte, das Geschäft habe sich zuletzt in nahezu allen Regionen weltweit positiv entwickelt. Auch die Situation auf dem wichtigen US-Markt habe sich zuletzt belebt. Angesichts der guten Entwicklung dürfte die Vorsteuer-Rendite „leicht höher als fünf Prozent“ liegen, sagte der Krones-Finanzchef der Wirtschaftszeitung. Bislang hatte der Konzern für 2011 eine Vorsteuer-Marge von fünf bis sieben Prozent angepeilt. Zugleich stellte Thaus ein neues Rekordergebnis in Aussicht. „In absoluten Zahlen“ habe man im laufenden Jahr das Potenzial, den bisherigen Bestwert von 156 Millionen Euro aus dem Jahr 2008 zu übertreffen, erklärte der langjährige Krones-Finanzvorstand. Thaus scheidet zum Jahresende aus Altersgründen bei Krones aus.

Wegen der guten Auftragslage will der Konzern sein Personal im laufenden Jahr weiter aufstocken. Bis Jahresende werde man weltweit rund 11000 Beschäftigte haben. Ende 2010 hatte der Konzern insgesamt 10575 Mitarbeiter. Man werde im laufenden Jahr „eine Reihe von Zeitarbeitnehmern übernehmen“. Dazu werde man das weltweite Service-Netz stärken, so Thaus.

Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen, will Krones die Kosten in den kommenden Jahren deutlich senken. Über die Laufzeit von zunächst fünf Jahren peile man im Rahmen des „Maßnahmenpakets „Value“ einen deutlich dreistellen Millionenbetrag“. Bereits im laufenden Jahr rechne man mit Einsparungen im „hohen zweistelligen Millionenbetrag an“.

Zugleich gab Thaus ein klares Bekenntnis zur Zukunft der defizitären italienischen Tochter Kosme ab. Dort war alleine im ersten Quartal ein Vorsteuerverlust von 3,7 Millionen Euro angefallen. Eine Schließung von Kosme werde es nicht geben, sagte er Kosme sei als Zweitmarke für das mittlere Preissegment unabdingbar. Thaus deutete jedoch weitreichende Veränderungen an.  „Wir werden uns sicher damit beschäftigen, welche Produkte künftig bei Kosme produziert werden.“ Auch einen Personalabbau schloss Thaus nicht aus. Eine veränderte Produktionsstruktur könne „auch Anpassungen bei der Anzahl der Kosme-Mitarbeiter nötig machen“, sagte Thaus der Wirtschaftszeitung.

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From → Börse, Maschinenbau

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