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SAP baut vor

20/05/2011

Unternehmen erweitert Kapazitäten für Mittelstandssoftware Business ByDesign – Konzern droht neue Rückstellung

München. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP baut die Infrastruktur für sein neues Softwareangebot Business ByDesign (BBD) aus. Im ersten Quartal habe man das bereits bestehende US-Rechenzentrum in Philadelphia entsprechend erweitert, sagte eine Konzernsprecherin auf Anfrage. SAP hatte das US-Rechenzentren zuvor lediglich für den eigenen Datenverkehr genutzt. Mit der Erweiterung schafft der Konzern nun die Voraussetzungen für den externen Einsatz. Zudem prüft SAP den Bedarf für die Errichtung eines eigenen Rechenzentrums in Brasilien, hieß es. Man müsse zunächst feststellen, was dort benötigt werde. Es „könnte sein, dass wir auch dort ein eigenes Datenzentrum aufbauen“, sagte eine Sprecherin.

Bei BBD mieten die Kunden die Software statt sie zu kaufen. Der Zugriff erfolgt über das Web. Neben Auftragsbearbeitung lassen sich mit BBD etwa auch Buchhaltung oder Kundenkontakte steuern. Die Software hatte mit massiven Startschwierigkeiten zu kämpfen. Doch zuletzt hat das Geschäft Fahrt aufgenommen. Derzeit verfüge man über 500 Kunden, sagte Co-Chef Jim Hagemann Snabe am Dienstag auf der Kundenkonferenz Sapphire in Orlando im US-Bundesstaat Florida. Zum Jahreswechsel hatte der Konzern noch 250 zahlende Kunden gemeldet. Um das Geschäft weiter anzukurbeln, ist der Konzern in China eine Vertriebspartnerschaft mit China Telecom eingegangen. Dabei werde man für BBD zunächst die Rechenzentren des Partners nutzen können. Landesweit hat die größte chinesische Telefongesellschaft 35 Datenzentren in Betrieb.

Unterdessen droht dem Konzern angesichts eines Patentstreits in den USA eine weitere Belastung in Millionenhöhe. Ein US-Geschworenengericht hatte SAP vor wenigen Tagen wegen angeblicher Patentverletzung zu einer Strafzahlung von insgesamt 345 Millionen Dollar an das US-Softwareanbieter Versata verdonnert. Das Urteil muss vom zuständigen Richter noch bestätigt werden. SAP bestreitet die Vorwürfe. Beobachter erwarten, dass der Konzern im Falle einer Bestätigung durch den Richter eine weitere Rückstellung bilden könnte. Erst im November war SAP im Rechtsstreit mit Oracle wegen Datendiebstahls zu einer Strafzahlung von 1,3 Milliarden Dollar verurteilt und musste entsprechende Rückstellungen bilden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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From → Börse, IT

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