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Lenovo hält nach weiterer Verstärkung Ausschau: Joint-Ventures oder Übernahmen

08/04/2011

Chinesischer Computerbauer plant eigenen AppStore für neues Thinkpad-Tablet – Kritik an Microsoft

München. Der chinesische Computerbauer Lenovo sucht nach weiteren möglichen Kooperationspartnern oder Übernahmezielen. „Wir wollen so schnell wie möglich wachsen, intern, aber auch extern“, sagte Lenovo-Vorstand Milko van Duijl in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Dies könne ein Joint-Venture sein oder auch ein Zukauf. „Wir werden nicht zögern zu handeln, wenn es passt“, sagte van Duijl, der innerhalb des Konzerns für die Märkte in Westeuropa, Nordamerika, Japan, Australien und Neuseeland zuständig ist.

Erst unlängst hatte der Konzern ein Gemeinschaftsunternehmen mit NEC in Japan gegründet, um seine Marktposition zu verbessern. Lenovo habe „ehrgeizige Ziele“ und wolle auf dem PC-Markt weltweit zu den Top3-Konzernen gehören, sagte van Duijl, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Derzeit sind die Chinesen weltweit die Nummer 4 hinter Acer.

Zum Geschäftsumfeld sagte van Duijl, die PC-Nachfrage bei Unternehmenskunden sei „gut“. Viele PC-Landschaften seien veraltet, „ein Wechsel daher häufig überfällig“. Die entsprechenden Budgets seien vorhanden. „Von daher gehe ich davon aus, „dass die Nachfrage im Geschäft mit Unternehmenskunden zumindest bis Jahresende gut bleiben wird.“ Bei kleinen und mittleren Unternehmen dürften die Absätze dagegen leicht sinken. Im Endkundengeschäft erwarte man einen „deutlichen Rückgang“.

Zur Begründung verwies van Duijl auf die stark wachsende Nachfrage nach Tablets. Die Frage sei nicht mehr, „ob Tablets den PC-Markt kannibalisieren, sondern in welchem Umfang“.

Lenovo hatte erst Ende März sein eigenes Tablet-Angebot names LePad präsentiert. Es wird zunächst in China eingeführt und zielt auf den Endkunden-Markt. Ab Juni/Juli soll das Gerät weltweit verfügbar sein. Zudem plant der Konzern ab August unter seiner bekannten Marke Thinkpad auch den Start eines Tablets für Unternehmen, kündigte van Duijl an. Bis Jahresende wolle man „über 100.000 Thinkpad-Tablets“ verkaufen. Beide Geräte sollen zunächst auf dem Betriebssystem Android laufen. Android werde „ein Standard bei Tablets“, sagte van Duijl der Wirtschaftszeitung. Für seine Thinkpad-Reihe werde Lenovo zudem einen eigenen Marktplatz einrichten. Dies werde ein „ganz wichtiger Teil“ der Tablet-Strategie Lenovos sein.

Van Duijl übte indirekt Kritik an Microsoft. Der Konzern müsse „noch viel Zeit investieren, um sicherzustellen, dass die Benutzeroberfläche von Windows bei Tablets den Vorstellungen der Kunden entspricht“. Zudem werde der Erfolg von Windows bei Tablets stark davon abhängen, ob es Microsoft gelinge, „einen ähnlich erfolgreichen AppStore für Windows aufzubauen, wie Apple für das iPad oder Android“ von Google. Google sei mit Android bei Themen wie Datei-Verschlüsselung oder Marktplatz deutlich weiter als Microsoft, sagte van Duijl.

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From → Börse, IT

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