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Daimler will bei Transportern stark wachsen

18/03/2011

Konzern sieht großes Potenzial außerhalb Europas und peilt im laufenden Jahr erneut zweistelliges Wachstum an

München. Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler will sein Transportergeschäft in den kommenden Jahren kräftig ankurbeln: „Wir wollen mit den Vans unsere Position nachhaltig ausbauen und setzen voll auf profitables Wachstum“, sagte der Chef von Mercedes-Benz Vans, Volker Mornhinweg, gegenüber Euro am Sonntag. Allein 2011 und 2012 werde man dazu „einen hohen dreistelligen Millionenbetrag investieren“, kündigte Mornhinweg an. Bis 2015 solle die Hälfte des Absatzes auf die „traditionellen und neuen Märkte außerhalb Europas entfallen“. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch rund 70 Prozent seines Van-Absatzes von rund 224.000 Fahrzeugen in Europa eingefahren. Die restlichen 30 Prozent entfielen auf die anderen Märkte weltweit.

Die besten Wachstumschancen sehe man in Lateinamerika, China, Russland sowie den USA und Kanada. In Ländern wie China oder Brasilien entwickle sich rasch ein Markt für Premiumfahrzeuge, sagte Mornhinweg. Zudem seien etwa in den USA „alte Fahrzeugkonzepte mit einem hohem Verbrauch Auslaufmodelle“. Gefragt seien stattdessen Vans mit geringen Betriebskosten sowie den in vielen Pkw üblichen Sicherheitseinrichtungen. Diese Trends kämen Mercedes-Benz zugute.

Für das laufende Jahr zeigte sich Mornhinweg optimistisch: „Wir wollen wieder zweistellig wachsen.“ Im Vorjahr hatte die Sparte um Vito, Viano und Sprinter den Absatz gegenüber dem Krisenjahr 2009 um 35,4 Prozent gesteigert. Der Umsatz legte um 25,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro zu, das operative Ergebnis verbesserte sich auf 451 (Vorjahr: 26) Millionen Euro.

Bei seiner Expansion außerhalb Europas setzt Mercedes-Benz vor allem auf den Sprinter. In Nordamerika ist das Modell vor allem als Transporter gefragt, in Lateinamerika und China als Bus. In Russland dürfte der Sprinter künftig jeweils zur Hälfte als Transporter und als Bus ausgeliefert werden, sagte Mornhinweg. Erst Ende Dezember hatten die Schwaben eine Kooperation mit dem russischen Marktführer Gaz unterzeichnet. Die ersten Fahrzeuge sollen im ersten Quartal 2013 vom Band rollen, sagte Mornhinweg. Nach den Plänen werde Mercedes-Benz für „Entwicklung, Bereitstellung der Bauteile und Lokalisierung sowie den Vertrieb verantwortlich sein“. Die eigentliche Fertigung übernimmt Gaz.

Nach früheren Aussagen soll das Vorkrisenniveau im Geschäft mit Transportern bis 2013/2014 wieder erreicht werden. Das entspräche einem Absatz von rund 290000 Fahrzeugen.

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