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Comarch will in Deutschland über 100 neue Stellen schaffen

21/01/2011

München. Das polnische Softwarehaus Comarch will angesichts der starken Nachfrage nach seinen Produkten das Personal in Deutschland kräftig aufstocken: „Wir wollen im laufenden Jahr über 100 neue Stellen bei unseren deutschen Töchtern schaffen“, kündigte Comarch-Chef Janusz Filipiak gegenüber dieser Zeitung an. Gesucht seien vor allem Software-Entwickler, sagte Filipiak, der seit November in Personalunion auch Chef der deutschen Tochter Comarch Software und Beratung (CSuB) ist. CSuB ist aus dem Münchner Softwareanbieter SoftM hervorgegangen.

Die Suche nach geeignetem Personal erweise sich jedoch als schwierig, sagte Filipiak. „Der Markt für geeignete Fachkräfte ist inzwischen wieder extrem eng.“ Auch eine Verlagerung von Entwicklern aus Polen nach Deutschland sei „unrealistisch“. Viele Führungskräfte und Entwickler kämen in ihrem Heimatland auf teilweise vergleichbare Gehälter wie in Deutschland, allerdings sei die Kaufkraft in Polen weitaus höher. Angesichts dessen lasse sich praktisch niemand zu einem Wechsel bewegen.

Zum Schlussquartal 2010 sagte Filipiak, der Trend zeige weiter nach oben. Genaue Zahlen lägen aber noch nicht vor. Zuletzt hatte das Unternehmen ein „annähernd ausgeglichenes Ergebnis“ angestrebt. „Unser Augenmerk liegt derzeit auf Produktinvestitionen“. Dazu wolle CSuB ein vollständiges Programmpaket für den Mittelstand bieten. Die nötige Finanzbuchhaltung Isar (Integrated Semiramis Accounting and Reporting) stehe unmittelbar vor der Vertriebsfreigabe. Zur Branchenmesse Cebit dürfte die Finanzbuchhaltung dann verfügbar sein.

Die polnische Mutter ist vor allem für Abrechnungslösungen für die Telekom-Branche bekannt. Erst im Vorjahr hatten die Polen einen Auftrag von E-Plus erhalten. Das Volumen liegt über die Vertragslaufzeit von fünf Jahren bei rund 45 Millionen Euro.

Comarch hatte im November 2008 die Mehrheit an SoftM übernommen und später in CSuB umbenannt. Inzwischen halten die Polen 80,89 Prozent an CSuB, weitere 7,72 Prozent hält Filipiak über die Luxemburger Vermögensverwaltung Vintage Investment. Die übrigen 11,39 Prozent werden an der Börse gehandelt.

Zu Spekulationen über ein mögliches Delisting sagte Filipiak, dies habe derzeit „keine Priorität“. Man wolle zunächst „das Geschäft voranbringen.“ Beobachter gehen jedoch davon aus, dass Comarch versuchen könnte, über die Schwelle von 95 Prozent zu kommen, um CBuS von der Börse zu nehmen. Dazu wollte sich Filipiak jedoch nicht äußern.

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From → Börse, IT

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