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SAP verzichtet auch 2011 auf Neueinstellungen

13/01/2011

Möglicher Zusammenhang mit drohender Strafzahlung in den USA

München. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP will trotz anziehender Konjunktur auch 2011 auf Neueinstellungen weitgehend verzichten. Dies geht aus einem vertraulichen Rundschreiben von SAP-Personalvorstand Angelika Dammann an Führungskräfte des Konzerns hervor, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber Euro am Sonntag. Eine SAP-Sprecherin bestätigte die E-Mail. Man wolle im laufenden Jahr „sehr selektiv vorgehen“, sagte sie. Neue Stellen sollten, wenn möglich, intern besetzt werden. Von entsprechenden Plänen berichtet auch die Financial Times Deutschland in ihrer heutigen Ausgabe.

Der restriktive Kurs steht möglicherweise in Zusammenhang mit der drohenden Strafzahlung an Oracle. Ende November hatten die Geschworenen des US-Bezirksgerichts in Oakland entschieden, SAP müsse wegen Softwarediebstahls und deren unerlaubter Nutzung 1,3 Milliarden Dollar an Oracle zahlen. Das Urteil muss noch durch die zuständige Richterin Phyllis Hamilton bestätigt werden. Außerdem hat sich SAP zur Zahlung von Prozesskosten in Höhe von 120 Millionen Dollar an den Erzrivalen verpflichtet. Hinzu kommen Zinskosten in bislang nicht geklärter Höhe. SAP hat für das Verfahren in den USA Rückstellungen von 120 Millionen Euro gebildet. Angesichts dessen müssen die Walldorfer wohl Rücklagen auflösen. Zudem spekulieren Beobachter über eine Kürzung bis hin zur vollständigen Streichung der Dividende für 2010.

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From → IT, Konjunktur

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