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Groß-Auftrag: Daimler setzt künftig voll auf Microsoft

30/09/2010

US-Konzern stattet beim Autobauer weltweit rund 180.000 PC-Arbeitsplätze mit umfangreichem Softwarepaket zur Zusammenarbeit in Teams aus – Lotus Notes von IBM wird abgelöst

München/Stuttgart. Der Stuttgarter Automobilkonzern Daimler setzt bei seinen PC-Arbeitsplätzen künftig praktisch vollständig auf Microsoft. Nach einer 18-monatigen Testphase habe Microsoft den Zuschlag für eine umfassende Kommunikationslösung erhalten, teilte der größte Softwarekonzern der Welt heute morgen mit. Insgesamt würden weltweit rund 180000 Arbeitsplätze mit Microsoft-Technologie ausgerüstet, hieß es. Damit ist der Auftrag einer der weltweit größten Deals, den der US-Konzern bei Büroinfrastruktur bislang gewonnen hat.

Den Angaben zufolge umfasst der Vertrag das Bürosoftwarepaket Office 2010 um Word, Outlook oder Excel sowie komplette Lösungen für die Zusammenarbeit in Teams (Sharepoint), E-Mails (Exchange),  Sofortnachrichten (Instant Messaging)  sowie Videokonferenzen. Bislang vertraut Daimler auf das 1999 eingeführte Programm Lotus Notes des IT-Konzerns IBM. Im Zuge des Wechsels will der Autobauer zudem die PC-Arbeitsplätze auf das Betriebssystem Windows 7 aufrüsten. Derzeit laufen die Rechner bei Daimler auf dem inzwischen veralteten Windows XP. Eine Daimler-Sprecherin sagte auf Anfrage, man verspreche sich von dem Wechsel zu Microsoft „geringere Betriebskosten und Effizienzgewinne“. Zudem habe die hohe Integration der unterschiedlichen Plattformen für Microsoft gesprochen. Erste Pilotarbeitsplätze sollen im kommenden Jahr umgestellt werden. Die konzernweite Mitgration sei zwischen 2012 und 2014 geplant. IBM bleibe aber strategischer Partner von Daimler, betonte die Sprecherin. Danach liefert IBM auch weiterhin mächtige Speichersysteme (Storage) und kümmert sich um Programmierung und Wartung der Datenbanken.

Der Daimler-Auftrag gilt angesichts des Umfangs und des Erfolgs über IBM als besonders prestigeträchtig. „Die Freude über den Zuschlag ist auch in der Zentrale in Redmond groß“, heißt es aus Unternehmenskreisen. Bereits zuvor hatte Microsoft bei VW und BMW wichtige Erfolge erzielt. So war BMW einer der ersten Kunden, der sich für die Einführung des neuen Betriebssystems Windows 7 entschieden hatte. Unterm Strich könnten Unternehmen pro Arbeitsplatz „jährlich rund 70 bis 100 Euro an Kosten sparen“, trommelte Konzernchef Steve Ballmer auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz bei BMW vor fast genau einem Jahr für Windows 7.

Erst Anfang März hatte Microsoft zudem VW als künftigen Kunden für Office 2010 und weitere Tools zur Zusammenarbeit in Teams (Kollaboration) präsentiert. Zur Begründung für die Entscheidung zugunsten Microsofts hatte VWs IT-Chef Klaus Hardy Mühleck gesagt, Office 2010 werde über die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit in Teams „die Produktivität voranbringen”.

Das Büropaket Office zählt mit Windows zu den wichtigsten Umsatzträgern im Konzern. Alleine im Vorjahr steuerte die Sparte um Office sowie Software zur Unternehmenssteuerung (ERP) rund 18,6 Milliarden Dollar zum Konzern-Umsatz von rund 62,5 Milliarden Dollar bei.

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From → Börse, IT

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