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VW-Nutzfahrzeugsparte setzt sich aggressive Wachstumziele

21/09/2010

Konzern will Absatz bis 2018 mindestens verdreifachen – Wolfsburger Autobauer sieht Branchenkrise bei Nutzfahrzeugen überwunden und peilt für 2010 neuen Auslieferungsrekord an

Hannover. Die Nutzfahrsparte von Volkswagen will den Absatz in den kommenden Jahren drastisch steigern. Bis 2018 solle der Weltmarktanteil bei leichten Nutzfahrzeugen bis sechs Tonnen von derzeit drei auf „zehn Prozent“ steigen, sagte der Chef der Nutzfahrzeugsparte Wolfgang Schreiber am Dienstag auf der Branchenmesse IAA Nutzfahrzeuge in Hannover. Dies entspräche einem Absatzvolumen von 1,6 bis zwei Millionen Fahrzeugen und damit rund drei bis vier Mal so viel wie im laufenden Jahr. Bis Jahresende will der Konzern weltweit insgesamt 450000 Kleinbusse, Transporter und Stadtlieferwagen an die Kundschaft ausliefern, hatte Schreiber am Montag Abend angekündigt. Dies wäre neuer Rekord. Im bisherigen Bestjahr 2008 hatte der größte europäische Autobauer insgesamt 447000 Fahrzeuge abgesetzt. Im Krisenjahr 2009 brach der Absatz auf 355000 Nutzfahrzeuge ein. Die Vorgaben für die nächsten Jahre ergäben sich aus den Konzernzielen, sagte Schreiber. Bis 2018 will VW der größte Autobauer der Welt werden.

Vor allem in China sehen die Wolfsburger künftig große Wachstumsmöglichkeiten. Insgesamt liege der relevante Markt dort bei einer Million Fahrzeugen. Man wolle dort rasch starten, sagte Schreiber, ohne einen konkreten Zeitpunkt zu nennen. Die Wolfsburger sind mit ihren Pkw-Marken VW und Audi traditionell sehr stark in China vertreten. Nach dem Markteintritt in China will sich der Konzern mit Indien den nächsten Wachstumsmarkt vornehmen, machte Schreiber deutlich.

Mit Blick auf das laufende Geschäft sagte er, die Branche habe die Krise hinter sich gelassen. Insgesamt hatten die Niedersachsen bis Ende August den Absatz um die Baureihen T5, Caddy, Crafter, Amarok sowie der brasilianischen Modelle Saveiro und T2 gegenüber dem Vorjahr um 18,1 Prozent auf 269800 gesteigert. Vor allem der neue Transporter T5 habe das Wachstum getrieben. Insgesamt legte die Baureihe bis Ende August um 20,5 Prozent auf 91300 ausgelieferte Fahrzeuge zu. Sehr zufrieden zeigte sich Schreiber auch mit dem Marktstart des Amarok. Rund acht Monate nach der Markteinführung lägen bereits 40000 Bestellungen für den Pick-up vor. Dagegen verkaufe sich der Caddy schwächer. Der Stadtlieferwagen war im vergangenen Jahr wegen der Abwrackprämie besonders gefragt.

Die Nutzfahrzeugindustrie war im Herbst 2008 in ihre bislang schwerste Krise gestürzt. Nach einer langen Durststrecke ziehen die Auftragseingänge inzwischen jedoch wieder an. In Brasilien erreicht die Nachfrage inzwischen bereits neue Rekordniveaus. Auch in China brummt das Geschäft. Zuletzt haben auch die Märkte in Europa und USA wieder Fahrt aufgenommen.

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