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SAP plant eigenen AppStore für Business ByDesign

17/09/2010

Ab 2011 sollen Kunden zusätzliche Anwendungen für das Mittelstandsprogramm herunterladen können – neue Mietsoftware legt flauen Marktstart hin

München. Der Walldorfer Softwarekonzern SAP bereitet eine eigene Downloadplattform für sein Mittelstandsprogramm Business ByDesign (BBD) vor. Sie soll Apples ­AppStore ähneln und im kommenden Jahr an den Start gehen. Das geht aus einem ­internen SAP-Schreiben hervor, das Euro am Sonntag vorliegt. Dort heißt es, BBD-­Kunden sollten ähnlich wie bei Apple künftig die Möglichkeit haben, ihr „System zu erweitern“.

Beobachter erwarten, dass der Konzern das Modell bereits auf der Entwicklerkonferenz TechEd Mitte Oktober oder auf einer Konferenz für IT-Analysten im Dezember vorstellen könnte. Mit der Einrichtung eines Marktplatzes würde SAP externe Entwickler erstmals auch bei Marketing und Vertrieb unterstützen. Erst Mitte August hatte SAP-Co-Vorstandssprecher Jim Hagemann Snabe Sympathie für ein Downloadportal bekundet. „Ich stelle mir so etwas wie einen AppStore für Business By Design vor“, hatte Snabe in einem Interview mit der „Wirtschaftswoche“ gesagt. Intern ist der Konzern jedoch bereits deutlich weiter. „Die arbeiten da mit Hochdruck dran“, bestätigte eine mit den Vorgängen vertraute Person gegenüber der Wirtschaftszeitung.

Denkbar seien etwa Programme für mobile Endgeräte oder komplexere Anwendungen zur Einhaltung von Zollbestimmungen in der Auftragsabwicklung, heißt es. Die Erlöse würden dann zwischen den Entwicklern und SAP geteilt. Analysten halten das AppStore-Konzept für vielversprechend: „Die Idee ist bestechend, die Umsetzung wird aber eine große Herausforderung“, sagte IDC-Analyst Rüdiger Spies. So müsse der Konzern vor allem sicherstellen, dass die Programmergänzungen sich mit Business By Design uneingeschränkt vertrügen. „Dafür brauchen sie ein einheitliches Datenmodell.“ Dazu könnte SAP Programmierern jedoch ähnlich wie Apple ein eigenes Entwicklerwerkzeug zur Verfügung stellen, sagte Spies.

Mit den neuen Anwendungen will SAP sein Mittelstandsprogramm deutlich attraktiver machen. Bei BBD mieten Kunden die Software, statt sie zu kaufen. Der Zugriff erfolgt über das Internet. Neben Auftragsbearbeitung lassen sich mit BBD etwa Buchhaltung oder Kundenkontakte steuern. Doch hatte SAP bei der Entwicklung der Mietsoftware mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Ursprünglich sollte Business By Design bereits 2008 an den Start gehen. Nach mehreren Verschiebungen steht das Programm nun aber seit Ende Juli bereit. Allerdings läuft das Geschäft bislang nur schleppend an. Derzeit verfüge man „knapp über 100 Verträge“, heißt es in einem internen SAP-Schreiben. Das wäre wenig mehr als vor dem Start. Während des geschlossenen Testlaufs hatte SAP noch von insgesamt 100 Kunden gesprochen.

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From → Börse, IT

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