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Daimler weist Forderungen nach Aufspaltung des Konzerns zurück

16/07/2010

„Mehrwert selbst heben“ – Keine Sommerferien in deutschen Lkw-Werken

München. Der Chef der Nutzfahrzeugsparte des Daimler-Konzerns, Andreas Renschler, hat Überlegungen nach einer Aufspaltung des Konzerns zurückgewiesen. „Wir haben mit Mercedes-Benz die gleiche Marke im Pkw- und Nutzfahrzeug-Geschäft“, sagte Renschler in einem Interview der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Zudem hätten beide Sparten in sehr vielen Ländern gemeinsame Vertriebsgesellschaften und profitierten in Forschung und Entwicklung voneinander. „Wir glauben, dass wir den Mehrwert auch in der bestehenden Konstellation heben können“, sagte er. Nach Berechnungen von Analysten notiert Daimler an der Börse derzeit rund 25 Prozent unter dem Wert seiner Einzelteile. Daher hatten Analysten zuletzt mehrfach die bestehende Konzernstruktur in Frage gestellt.

Mit der aktuellen Geschäftsentwicklung zeigte sich Renschler zufrieden. Der Trend zeige „eindeutig nach oben“. „Wir sind ähnlich gut unterwegs wie die Industrie“, sagte er mit Blick auf die jüngsten Zahlen des Verbands der deutschen Automobilindustrie. Im ersten Halbjahr waren die Auftragseingänge für Fahrzeuge über sechs Tonnen nach einer Übersicht des Verbands der deutschen Automobilindustrie (VDA) gegenüber dem – schwachen Vorjahreszeitraum – um 80 Prozent gestiegen, die Auslandsnachfrage hatte sich mehr als verdoppelt.

Renschler sagte, in Brasilien lägen die Auftragseingänge seit Monaten auf Rekordniveau. Starkes Wachstum verzeichnet der Konzern zudem in Ländern wie Vietnam, Indonesien oder Malaysia. Im wichtigen nordamerikanischen Markt sieht der Chef von Daimler Trucks für die Konzern-Marken Freightliner, Western Star oder Detroit Diesel ein Orderplus „von vielleicht 15 Prozent“. Auch in Europa werde die Nachfrage „leicht zulegen“. Nach vorläufigen Zahlen lag der operative Gewinn von Daimler Trucks im zweiten Quartal bei 300 Millionen Euro, teilte der Konzern am  Freitag (16.7.) mit. Damit hat die Sparte zum Halbjahr mit insgesamt 430 Millionen Euro bereits deutlich mehr als die Hälfte des zuletzt angepeilten Gewinns für das Gesamtjahr von bis zu 700 Millionen Euro eingefahren.

Mit Blick auf die steigende Nachfrage will der Konzern in diesem Sommer auch auf Werksferien in seinen deutschen Werken verzichten. Man werde  „durchproduzieren, wenn auch auf moderatem Niveau“, sagte Renschler  der Wirtschaftszeitung.

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From → Börse, Konjunktur

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