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Lenovo will Endkundengeschäft in Deutschland kräftig ausbauen

09/07/2010

Chinesischer Computerbauer peilt bis 2012 „zweistelligen Marktanteil“ an – Breite Präsenz bei Media Markt und Saturn – LePhone kommt nicht nach Europa

München. Der chinesische Computerbauer Lenovo will das Endkundengeschäft in Deutschland und Groß-Britannien stark ausbauen. „Wir wollen spätestens in zwei Jahren in beiden Märkten jeweils einen zweistelligen Marktanteil“, sagte der für Region Westeuropa, Nordamerika,  Japan, Australien und Neuseeland zuständige Lenovo-Vorstand Milko van Duijl in einem Interview gegenüber Euro am Sonntag. Nach einer Übersicht des Marktforschungsunternehmens IDC kam der Konzern in Deutschland im ersten Quartal auf einen Marktanteil von 6,8 Prozent. Weltweit will der Konzern „spätestens in einem Jahr über die Zehn-Prozent-Marke kommen“, kündigte der Niederländer an. Laut IDC hatte Lenovo im ersten Quartal weltweit einen Marktanteil von 8,8 Prozent.

Um seine Position in Deutschland auszubauen, will der viertgrößte Computerbauer der Welt seine Präsenz in den beiden großen Handelsketten Media Markt und Saturn stark ausbauen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir zum Weihnachtsgeschäft bei beiden Ketten großflächig vertreten sein werden“, sagte van Duijl. Großes Potenzial sieht der Konzern dabei bei so genannten All-in-One-Geräten, bei denen alle Komponenten sowie der Bildschirm in einem einzigen Gehäuse untergebracht sind. „Wir glauben, dass es gerade bei All-in-Ones eine sehr große Nachfrage geben wird“.

Die Markteinführung eines eigenen Handys plant der Konzern hingegen nicht. In den reifen Märkten wie West-Europa habe man noch „große Wachstumsmöglichkeiten“ bei PCs. „Wenn wir hier auch noch den Smartphone-Markt bedienen würden, wäre das eine große Ablenkung von unserem Kerngeschäft.“ Lenovo hatte erst unlängst in China ein eigenes Handy unter dem Markennamen LePhone auf den Markt gebracht.

Mit der aktuellen Marktentwicklung zeigte sich van Duijl zufrieden. Der Trend aus dem ersten Quartal habe sich fortgesetzt. Die PC-Nachfrage ziehe weiter an. Er rechne damit, dass im zweiten Halbjahr auch die Unternehmen verstärkt in ihre IT investierten. Viele Firmen-PCs seien veraltet, die Budgets wieder da. Mit Windows 7 gebe es zudem ein neues Betriebssystem. „Angesichts dieser Voraussetzungen erwarten wird, dass die Nachfrage bei den Unternehmen im zweiten Halbjahr anzieht und dieser Zyklus dann 24 oder 36 Monate anhält – vorausgesetzt, es gibt keinen Rückfall in die Rezession“, sagte van Duijl.

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From → Börse, IT

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