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Erneute Spekulationen um SoftM

28/05/2010

Der Chef des Großaktionärs Comarch kauft Aktien auf eigene Rechnung. Doch das Motiv bleibt offen.

Von Thomas Schmidtutz

München. Der polnische IT-Konzern Comarch ist erneut Spekulationen um eine mögliche Erhöhung der Anteile bei der deutschen Tochter SoftM entgegen getreten. „Wir wollen unsere Beteiligung weder aufstocken noch SoftM von der Börse nehmen“, versicherte Comarch-Finanzvorstand Konrad Taranski gegenüber Euro am Sonntag. Dies gelte „für 2010 und 2011“. Erst Ende März hatte sich Taranski ähnlich geäußert. Man beabsichtige „kein Delisting“. Auch eine Aufstockung der Anteile an SoftM sei „derzeit“ nicht geplant. Nach jüngsten Aussagen  hält Comarch 81 Prozent an dem Münchner Softwarespezialisten.

Doch in den vergangenen Tagen waren die Spekulation um die Zukunft von SoftM erneut aufgeflammt.  Auslöser war die Veröffentlichung einer Pflichtmitteilung durch SoftM. Danach hat die luxemburgische Gesellschaft Vintage Investment Holdings insgesamt 500.158 Aktien der SoftM erworben, den Großteil davon offenbar von SoftM-Gründer Hannes Merten. Hinter Vintage steckt Janusz Filipiak, der Chef und Gründer von – Comarch.

Aus Finanzkreisen heißt es, diese Konstellation sei „bemerkenswert“. Möglicherweise sammle Filipiak über sein Investment-Vehikel Aktien ein, um sie später Comarch anzudienen und so über die Schwelle von 95 Prozent zu kommen. Sie ist die Voraussetzung für ein Delisting, bei dem die übrigen Aktionäre gegen Zahlung einer Abfindung aus dem Unternehmen gedrängt werden könnten. Dazu muss jedoch ein Bewertungsgutachten vorliegen. Denkbar sei jedoch auch, dass Filipiak „tatsächlich auf Kursgewinne“ setze, heißt es.

Demgegenüber sagte Taranski, bei dem Kauf von SoftM-Papieren durch Vintage handele es sich um „eine  private Investition von Herrn Filipiak“. Dies habe mit Comarch „nichts zu tun“.

Comarch hatte im November 2008 ein Übernahmeangebot für das Münchner Softwarehaus vorgelegt und es schrittweise in den Konzern eingegliedert. Auf der Hauptversammlung am 17. Juni soll auch der Name SoftM verschwinden und das Unternehmen in Comarch umbenannt werden.

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From → Börse, IT

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