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Gravis hegt ehrgeizige Ziele

24/05/2010

Apple-Händler sucht strategischen Investor und will Präsenz in Deutschland deutlich ausbauen

Von Thomas Schmidtutz

München. Der größte deutsche Apple-Händler Gravis will seine Präsenz in den nächsten Jahren deutlich ausbauen. „Wir wollen in den nächsten Jahren bis zu 20 neue Standorte in Deutschland eröffnen“, kündigte Gravis-Chef Archibald Horlitz gegenüber Euro am Sonntag an. Zur Finanzierung des Wachstums hofft Gravis auf externe Unterstützung. „Wir würden gerne einen Partner an Bord holen“, sagte Horlitz. Dabei präferiere man einen strategischen Investor, etwa aus dem Handel, gegenüber über einem Finanzinvestor. Ein Börsengang sei dagegen „derzeit nicht geplant“.

Man werde sich in der zweiten Jahreshälfte nach geeigneten Partnern umschauen. Dann könne man auch nachweisen, dass Apple mit seinen eigenen Stores in Deutschland bislang „keine signifikanten Auswirkungen auf das Geschäft von Gravis“ hätten. Apple verfügt bislang über drei eigene Läden in München, Frankfurt und Hamburg. Ein weiterer Standort in Oberhausen ist geplant.

Horlitz sagte, zwar gebe es an den Standorten mit unmittelbarer Konkurrenz von Apple bei Hardware wie iPod oder Mac durchaus Einbußen. Allerdings würden diese durch steigende Umsätze bei Zubehör wie etwa Taschen, Kopfhörer oder ein besseres Service-Geschäft teilweise kompensiert. Gravis hat in seinen eigenen Läden laut Horlitz ein Zubehör-Sortiment von 600 bis 700 Artikeln und damit mehr als Apple. Gravis hatte in den vergangenen Monaten in mehreren Städten wie Leipzig und Frankfurt kleinere Verkaufsflächen zugunsten größerer Geschäfte aufgegeben und die Verkaufsfläche so spürbar erweitert.

Mit der Verstärkung durch einen möglichen Investor solle zügig auf Expansion geschaltet werden. „Die neuen Standorte sollen binnen zwölf bis 18 Monaten nach dem Einstieg dazukommen.“ In einem zweiten Schritt will Horlitz auch den Sprung ins Ausland wagen. Als mögliche Zielmärkte kämen die Schweiz und Österreich in Frage.

Gravis verfügt derzeit nach eigenen Angaben über 27 Standorte zwischen Lübeck und München und beschäftigt insgesamt rund 680 Mitarbeiter. Dazu kommen weitere 70 Spezialisten bei der Gravis-Tochter HSD Consult. Das Systemhaus berät Kunden, etwa aus der Verlagsbranche, bei der Einführung und Entwicklung von Lösungen auf Apple-Basis.

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr zeigte sich Horlitz zufrieden. Trotz der Wirtschaftskrise habe man im Vorjahrden  Umsatz stabil halten können und ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt. Beobachter schätzen den Umsatz auf rund 140 Millionen Euro. Dazu wollte sich Horlitz nicht äußern.

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