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Unternehmen vor Upgrade auf Windows 7

15/05/2010

Taiwanischer Computerbauer Acer sieht ab Sommer zusätzlichen Rückenwind für PC-Branche

 

Acer-Deutschland-Chef Stefan Engel

Von Thomas Schmidtutz

München. Microsofts neues PC-Betriebssystem Windows 7 steht nach Einschätzung des taiwanischen Computerbauers Acer vor dem Durchbruch bei Unternehmen. „Wir gehen davon aus, dass viele Unternehmen ab Sommer damit beginnen, neue Rechner mit Windows 7 anzuschaffen“, sagte der Deutschland-Chef Acer, Stefan Engel, gegenüber Euro am Sonntag.

Zahlreiche Unternehmen hätten die entsprechenden Vorbereitungen bereits abgeschlossen oder seien kurz davor. Erste Ausschreibungen seien bereits auf dem Markt. Weitere dürften in den nächsten Monaten folgen, erwartet Engel. Bereits im vergangenen Oktober hatte Acer-Chef Gianfranco Lanci den Beginn der Upgrade-Welle auf Windows 7 für die Jahresmitte prognostiziert. Auch das US-Marktforschungsunternehmen Gartner erklärte, es gebe erste Projekte. Das Gros der Migrationen werde jedoch „Ende 2010, Anfang 2011“ erfolgen, sagte Gartner-Analyst Michael Silver der Wirtschaftszeitung.

Die Upgrade-Welle bei Firmen dürfte die Nachfrage nach PCs und Mobil-Rechnern auch in den kommenden Monaten weiter antreiben. Microsofts neues Betriebssystem war im Oktober auf den Markt gekommen. Wegen der Vorgängerversion Windows Vista hatte sich Microsoft viel Kritik eingehandelt. Das Betriebssystem kam erheblich später als geplant und galt als ressourcenhungrig. Dazu kam die Wirtschaftskrise. Angesichts dessen verzichteten vor allem Unternehmenskunden auf Vista.

Die Nachfolgeversion Windows 7 erhielt zum Start im vergangenen Herbst jedoch überwiegend positive Rezensionen und bescherte der Branche den erhofften Nachfragesprung. Alleine im ersten Quartal war der PC-Absatz nach einer Übersicht des US-Marktforschers Gartner weltweit um 27 Prozent auf 84,3 Millionen Einheiten gestiegen. Zu den Gewinnern zählte erneute Acer. Die Taiwanesen verbuchten ein Absatzplus von 54,1 Prozent auch knapp 12 Millionen Geräte und verteidigten damit weltweit ihren Rang als zweitgrößter PC-Hersteller der Welt.

Engel sagte, auch in Deutschland habe die Erholung im ersten Quartal angehalten. Dazu gebe es in anderen wichtigen Märkten wie Russland eine spürbare Erholung. Bislang werde das Geschäft in Deutschland aber weitgehend von Privat-Anwendern getragen. In den Kaufentscheidungen dürfte neben Windows 7 auch die neueste Prozessor-Generation von Intel eine wichtige Rolle spielen. Die neuen Chips seien deutlich leistungsfähiger, verbräuchten aber weniger Energie. Dies sei gerade bei Notebook-Käufen ein wichtiges Kriterium. Acer gilt als einer der Vorreiter bei  langen Akkulaufzeiten.

Neben Notebooks seien auch Desktop-PCs wieder gefragt. Zudem hätten sich die so genannten All-in-one-Geräte unerwartet gut verkauft. Bei ihnen sind DVD-Laufwerk oder Festplatte und Display in einem einzigen Gehäuse untergebracht. Die Steuerung erfolgt über Tastatur und Maus und wahlweise auch über einen berührungsempfindlichen Bildschirm.

Unterdessen bereitet der Konzern verschiedene neue Geräte für die mobile Nutzung des Internets vor. „Wir arbeiten an der Entwicklung unterschiedlicher Produkte für diesen absolut boomenden Bereich“, sagte Engel. Diese sollen noch im dritten oder vierten Quartal auf den Markt kommen. Dieser Schritt gilt auch als Reaktion auf den Erfolg des iPad von Apple. Der TabletPC hat sich binnen Monatsfrist bereits über eine Million Mal verkauft. Nach dem Marktstart in den USA soll das Gerät ab 28. Mai auch in anderen Ländern, darunter Deutschland, verfügbar sein.

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From → Börse, IT

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