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Adobe sieht wachsenden Bedarf nach Self-Service-Plattformen

12/03/2010

Rob Tarkoff

Von Thomas Schmidtutz

München. Das US-Softwarehaus Adobe sieht große Wachstumsmöglichkeiten im Geschäft mit Kundenzugangslösungen für Unternehmen im Web. „Wir erwarten dort in den nächsten Jahren einen deutlich steigenden Bedarf “, sagte der zuständige Adobe-Vorstand Rob Tarkoff gegenüber Euro am Sonntag.

Immer mehr Unternehmen würden entsprechende Plattformen für ihre Kunden im Internet anbieten oder bereiteten diese vor. Vor allem bei Finanzdienstleistern, Telekom-Konzernen sowie Behörden sei das Interesse groß. In Deutschland nutzt etwa der Versicherungsvermittler Impuls Adobe-Technologien für entsprechende Angebote und sei damit „sehr erfolgreich“.

Bei Impuls können Kunden über das Web rechtsverbindliche Krankenversicherungen abschließen. Die Daten werden in PDF-Formularen erfasst, die mit weiteren Software-Lösungen wie Abrechnungssystemen verbunden sind. Bei dem Angebot greift Adobe auf seine LifeCycle-Lösungen zurück. Sie helfen, komplexe Prozesse zusammen zu führen und mit unterschiedlichen Programmen wie Buchhaltung oder Kundenmanagement-Lösungen zu verknüpfen. Neben LifeCycle nutzt Impuls auch Web-Konferenz-Technologien um Adobe Connect. Dabei können Mitarbeiter in Call-Centern mit Interessenten über das Web Vergleichsrechnungen ausfüllen und nach Eingabe eines digitalen Codes einen rechtsgültigen Vertrag abschließen.

Mit der laufenden Partnerschaft mit SAP zeigte sich Tarkoff sehr zufrieden. „Wir sind da sehr erfolgreich“, sagte Tarkoff  mit Blick auf die 2002 bestehende Kooperation. Bei der gemeinsam entwickelten Lösung können Mitarbeiter etwa ihre Urlaubsanträge  am Bildschirm ausfüllen. Die entsprechenden Daten wie Personal-Nummer oder Rest-Urlaub fließen dabei automatisch aus dem entsprechenden Modul in das Formular. Nach der Eingabe geht es automatisch zur Genehmigung an den Vorgesetzten. Die nötigen Urlaubstage werden im System ebenfalls vollautomatisch abgebucht.

Eine ähnliche Lösung mit SAP-Wettbewerbern wie Oracle sei aber nicht geplant, sagte Tarkoff. Dafür sehe er keinen Bedarf: „Aber wir können Oracle-Kunden zusammen mit Partnern vergleichbare Lösungen anbieten“, sagte Tarkoff.

Adobe hat mit Lösungen um LifeCycle und professionelle Angebote rund um das weit verbreitete Dateiformat PDF im vergangenen Geschäftsjahr rund 860 Millionen Dollar Umsatz gemacht. Damit war das Segment Sparte nach den Kreativ-Lösungen um die bekannte Fotobearbeitung Photoshop der zweitgrößte Geschäftsbereich der Kalifornier.

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From → Börse, IT

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