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Skype hofft auf Durchbruch in Europa

05/03/2010
Über 12 Millionen Downloads: Skype fürs iPhone

Skype spürt Rückenwind

Nach dem Deal mit mit dem US-Mobilfunkkonzern Verizon hofft
der Internettelefonie-Anbieter auch in Europa auf den Durchbruch bei den Carriern

Von Thomas Schmidtutz

München/Hannover. Der Europa-Chef des Internettelefonie-Anbieters Skype, Russ Shaw, rechnet nach dem Durchbruch in den USA auch in Europa mit weiteren Mobilfunk-Unternehmen, die den Dienst in ihren Netzen zulassen: „Wir stehen vor einem Wendepunkt“, sagte Shaw am Rande der Computermesse CeBIT mit Blick auf die USA. Der Vertrag mit US-Mobilfunk-Konzern Verizon bringe „eine Menge Rückenwind“ für die Gespräche mit europäischen Carriern. Nach den Plänen will Verizon Skype künftig auf allen Handys vorinstallieren. „Wenn sich einer der größten Mobilfunk-Anbieter in den USA zu einem solchen Schritt entschließt, bringt das auch in Europa viele Carrier zum Nachdenken“, sagte Shaw. Nach den Plänen will Verizon Skype künftig auf allen Handys vorinstallieren. Wann mit vergleichbaren Abschlüssen in Europa zu rechnen sei, ließ Shaw indes offen: „Die Gespräche laufen.“

Bei Internettelefonie-Diensten wie Skype können Nutzer weitgehend kostenlos über das Web telefonieren. Die Mehrzahl der Gespräche läuft bislang noch über Computer. Inzwischen drängt Skype jedoch auch auf Mobiltelefone – sehr zum Verdruss vieler Netzbetreiber. Sie fürchten spürbare Umsatzeinbußen. Doch inzwischen bröckelt der Widerstand. In Deutschland arbeitet Skype bislang mit O2 zusammen. T-Mobile, Vodafone und E-Plus verlangen für die Nutzung von Skype über das Mobilfunk-Netz zusätzliche Gebühren.

Parallel zu den Carriern treibt Skype auch die Gespräche mit den Handy-Herstellern voran. Erst seit Mittwoch steht der Dienst als Download für Nokia-Geräte mit dem Betriebssystem Symbian bereit. Zudem ist im Rahmen des Verizon-Deals auch eine Version für Blackberry-Geräte in Vorbereitung.

Weitere Anbieter sollen folgen, sagte Shaw. Man spreche mit Herstellern wie „Samsung, LG und Motorola“. Für Apples iPhone sei die Skype-Software inzwischen zwölf Millionen Mal heruntergeladen worden. Allerdings hatte Apple Skype-Telefonate auf die Nutzung in örtlichen Funknetzen (WiFi) beschränkt. Anfang Februar hatte der Konzern diese Restriktion jedoch aufgehoben. Seither arbeitet Skype mit Hochdruck an einer neuen Software-Version für das iPhone, mit der man künftig auch über das Mobilfunk-Netz telefonieren kann. Die neue Version solle demnächst verfügbar sein, sagte Shaw.

Zum aktuellen Geschäft sagte Shaw, das Wachstum habe sich fortgesetzt. Inzwischen verfüge man über mehr als 500 Millionen registrierte Nutzer. Skype hat nach eigenen Angaben zuletzt elf Quartale hintereinander schwarze Zahlen geschrieben. Er gehe davon aus, dass auch das jüngste Quartal profitabel gewesen sei, sagte Shaw,  ohne konkrete Zahlen zu nennen.

Skype war 2005 vom Internetauktionshaus Ebay für offziell 2,6 Milliarden Dollar übernommen worden, doch war es Ebay nie gelungen, Skype sinnvoll in sein Angebot zu integrieren. Im vergangenen September hatte das Auktionshaus 65 Prozent an Skype für 1,9 Milliarden Dollar an Investoren unter Führung der US-Risikokapitalgesellschaft Silver Lake. Zu Spekulationen über einen möglichen Börsengang wollte sich Shaw nicht äußern. „Unsere Investoren sind langfristig orientiert“, sagte er.

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From → Börse, IT

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