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Research in Motion

12/02/2010

Smartphone-Boom und mobiles Internet: Blackberry-Hersteller RIM warnt vor Überlastung der Mobilfunk-Netze

Konzern-Chef Mike Lazardis fordert Mobilfunkanbieter zu raschem Netz-Ausbau auf


von Thomas Schmidtutz



München. Der Co-Chef des BlackBerry-Herstellers Research in Motion (RIM), Mike Lazaridis, hat die Mobilfunkanbieter angesichts des Erfolgs des mobilen Internets und immer leistungsfähigerer Handys zu einer raschen Erweiterung der Netzkapazitäten aufgefordert. „Wenn die Carrier mit dem exponentiell wachsenden Datenvolumen Schritt halten wollen, müssen sie ihre Infrastruktur ausbauen“, sagte Lazaridis in einem Interview mit der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag. Nötig seien „mehr Funkzellen, mehr Masten und auch die engere Zusammenarbeit mit Anbietern von Funktechnologie wie WiFi“, erklärte Lazaridis im Vorfeld der weltgrößten Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona (15.-18.2.2010). Sollten die Mobilfunkkonzerne ihre Netzkapazitäten nicht rasch ausbauen, werde die gesamte Branche „wegen verstopfter Datennetze leiden“.

In den vergangenen Monaten war es in Ballungszentren wie New York oder London bereits zu Engpässen gekommen. Dort soll vor allem die Nutzung des mobilen Internets etwa über das populäre iPhone von Apple zu Netzüberlastungen geführt haben. Um die Nachfrage zu bewältigen, hat etwa der britische Netzbetreiber O2 zuletzt 30 Millionen Pfund in sein Londoner Netz investiert und 200 zusätzliche Basisstationen aufgebaut.

Unterdessen sieht Lazaridis kein Ende des Booms bei Smartphones. Alleine im vierten Quartal 2009 war der Markt für die Geräte, mit denen man Telefonieren kann, im Web surfen oder E-Mails schreiben, weltweit um 39 Prozent gewachsen und damit deutlich schneller als der Gesamtmarkt. „Trotz des steilen Wachstums war im Vorjahr immer noch eins von sechs verkauften Geräten ein Smartphone. Ich gehe davon aus, dass sich das in den nächsten Jahren beschleunigen wird“, sagte Lazaridis der Wirtschaftszeitung.

Mit Blick auf den Markt-Eintritt des Suchmaschinenbetreibers Google erklärte  Lazaridis, Unternehmen, die Googles Handybetriebssystem Android einsetzten, begäben sich in eine große Abhängigkeit, „nur um anschließend einen großen Wettbewerber zu haben: Google.“ RIM nutze Android nicht und sei damit auch nicht abhängig.

Google hatte erst vor wenigen Wochen mit dem Nexus One ein eigenes Gerät auf den Markt gebracht. Zudem hatte der Konzern zuletzt auch ein weiteres eigenes Smartphone angekündigt, das auf Unternehmenskunden zielen soll.

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From → Börse, IT

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