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Nuance setzt auf mobile Spracherkennung

05/02/2010

Das US-Softwarehaus hat in den USA mit seiner kostenlosen Spracherkennungslösung für das iPhone Dragon Dictation einen erfolgreichen  Start hingelegt. In der zweiten Jahreshälfte soll die Lösung nun auch in einer deutschen Version bereit stehen.


Von Thomas Schmidtutz

München. Die in den USA erfolgreiche Spracherkennungsanwendung Dragon Dictation für das populäre iPhone soll noch im laufenden Jahr auch in der deutschen Sprachversion bereit stehen. „Ich rechne mit der Verfügbarkeit in der zweiten Jahreshälfte“, sagte der für Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) zuständige Chef des US-Softwarehauses Nuance, Michael-Maria Bommer, gegenüber Euro am Sonntag.

Derzeit befinde sich die deutsche Version im Test. Allerdings müssten zunächst die nötigen Server-Kapazitäten bereit gestellt werden. Zudem seien technische Anpassungen für die europäischen Mobilfunknetze nötig. Nuance ist einer der weltweit führenden Anbieter für Spracherkennungslösungen. Dragon Dictation basiert auf der bekannten Spracherkennungssoftware Dragon Naturally Speaking. Im jüngsten Geschäftsjahr (30.9.) kam das an der US-Technologie-Börse Nasdaq notierte Unternehmen auf einen Umsatz von 1,01 Milliarden Dollar. Gut die Hälfte davon macht das Nuance mit Spracherkennungslösungen für Ärzte.

In den USA gehört Dragon Dictation zu den erfolgreichsten Anwendungen für das iPhone. Mit der kostenlosen Minianwendung (App) lassen sich SMS oder E-Mails diktieren. Dazu greift das Programm über per Mobilfunk auf entsprechende Spracherkennungssysteme von Nuance zu, die den Text unmittelbar auf das iPhone zurücksenden. In den ersten vier Wochen nach dem Start am 18. Dezember ist das Programm laut Nuance bereits 1,2 Millionen Mal heruntergeladen worden.  Insgesamt hat die Software im selben Zeitraum über 10 Millionen Transkriptionen geliefert. Weitere „führende Handy-Hersteller“ wollten demnächst entsprechende Software-Lösungen für ihre Geräte anbieten, sagte Bommer. Neben dem Diktieren von SMS oder E-Mails seien mittelfristig auch andere Spracherkennungsdienste wie Navigation oder lokale Suche  denkbar. „Mobile Lösungen werden ein wichtiger Wachstumstreiber“, sagte Bommer. Geld könnte der Konzern mit dem kompletten Betrieb der Rechner für die entsprechenden Spracherkennungslösungen im Auftrag der Telefongesellschaften verdienen. Die Carrier könnten ihren Umsatz über die erhöhte Nutzung von SMS oder anderen Diensten steigern. Schon jetzt zeigten erste Tests, dass die Nutzung von SMS mit Dragon Dictation „signifikant“ gestiegen sei, sagte Bommer.

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From → Börse, IT

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